Vor dem Pokal-Kracher - FCA trainiert unter Cottbus-Fangesängen
FC Augsburg will im Pokal keine böse Überraschung erleben! Trainer Manuel Baum (46) bereitet seine Mannschaft vor dem Erstrunden-Duell bei Energie Cottbus am Samstag (13 Uhr) mit ungewöhnlichen Mitteln auf die hitzige Atmosphäre im LEAG‑Energie-Stadion vor. Auf dem Trainingsplatz ließ Baum eine riesige Musikbox aufstellen. Daraus schallten Fangesänge der Cottbuser, um seine Profis schon vorab an den Lärm in der Lausitz zu gewöhnen. Sky berichtete zuerst.
Baum: „Wir haben wirklich laut trainiert, indem wir ein paar Fangesänge der Cottbuser haben einspielen lassen, damit jeder weiß, was da auf uns zukommt.“
Die Augsburger sind gewarnt. In den vergangenen fünf Jahren kamen die Fuggerstädter nur einmal über die 2. Runde hinaus. In der vergangenen Saison war ebenfalls in der zweiten Runde gegen den VfL Bochum (0:1) Schluss. Ein Pokalschreck ist Augsburg also nicht gerade. Baum erklärt die ungewöhnliche Maßnahme so: „Man muss immer wieder verschiedene Wege finden, wie man Spieler ein bisschen triggert. Wenn auf einmal auf dem Trainingsplatz nicht mehr die eigene Stimme zu hören ist, in bestimmten Situationen eine akustische Untermalung da ist, merkt man schon, wie sich etwas verändert, weil etwas Neues da ist.“
Allerdings dürfte die Atmosphäre in Cottbus diesmal nicht ganz so gewaltig ausfallen wie erhofft. Der Kartenverkauf stockt. Nach Vereinsangaben sind bislang lediglich 13.600 der 22.528 Tickets verkauft. Eigentlich ungewöhnlich bei einem Pokal-Heimspiel gegen einen Bundesligisten. Der Grund liegt im Spieltermin. Am Samstag wird vielerorts in der Lausitz und in ganz Brandenburg Einschulung gefeiert. Wenn um 13 Uhr angepfiffen wird, laufen in vielen Familien gerade die traditionellen Zuckertütenfeste, die zwei Tage vor dem eigentlichen Schulstart gefeiert werden.
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