Schüsse in Berlin - Polizei fasst Café-Schützen bei Razzia
Berlin – 80 Polizisten stürmten am Mittwoch sieben Berliner Wohnungen und Geschäftsräume. Ihr Ziel: Festnahme eines 21-Jährigen, der im April auf ein Café geschossen haben soll – um Schutzgeld zu erpressen. Die LKA-Beamten fassten den Verdächtigen in Treptow-Köpenick.
Die Vorwürfe: versuchter Mord aus Habgier, besonders schwere räuberische Erpressung und Verstoß gegen das Waffengesetz.
Der türkische Mann soll am 2. April gegen 4.30 Uhr mit einer halbautomatischen Waffe auf die Fensterfront eines Cafés in der Hermannstraße in Berlin -Neukölln gefeuert haben. Das Café war um diese Zeit noch hell erleuchtet, sechs Personen waren anwesend.
Der Schütze reiste für die Tat aus der Türkei ein. Er feuerte zwei Schüsse auf Kopfhöhe, verfehlte jedoch sein Ziel. Die Ermittler gehen davon aus, dass er den Tod der Café-Besucher billigend in Kauf genommen hat. Alle Personen blieben unverletzt.
Die Ermittler der Staatsanwaltschaft Berlin gehen davon aus, dass die Schüsse mit der Forderung nach Schutzgeld zusammenhängen. Der Täter wollte offenbar mit Gewalt Geld erpressen. Bereits am 29. März 2026 und 12. September 2025 waren Cafés in der Hermannstraße beschossen worden.
Bei den Durchsuchungen in Neukölln, Treptow-Köpenick und Charlottenburg-Wilmersdorf wurden die Beamten fündig: zwei scharfe Schusswaffen, Munition, mutmaßliches Kokain und mehrere Handys. Spezialkräfte unterstützten die Razzia .
Der Hauptverdächtige wurde am Donnerstag (20. August) dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der setzte den bestehenden Haftbefehl in Kraft – der 21-Jährige sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Außerdem wurde ein ebenfalls 21-jähriger Komplize festgenommen. Auch er soll gegen das Waffengesetz verstoßen haben. Nach dem Einsatz kam er jedoch wieder frei. Die Beweismittel werden noch ausgewertet, die Ermittlungen der „BAO Ferrum“ und der „EG Telum“ dauern an.
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