Energieversorgung: Wind und Sonne sollen die Kassen der Kommunen füllen
Thüringens Energiebedarf wird steigen - durch Wärmepumpen oder Rechenzentren für KI.
Wie sich die Regierung die Energieversorgung in der Zukunft vorstellt, regelt ein Gesetz.
Es nimmt Gestalt an.
Thüringens Städte und Gemeinden sollen künftig stärker vom Ausbau erneuerbarer Energien profitieren.
Neue Regelungen im Energiegesetz sollen es Kommunen ermöglichen, in die finanziell lukrative Energieerzeugung und Eigenversorgung einzusteigen, indem sie Solaranlagen, Biomassekraftwerke und Windräder auf eigene Rechnung betreiben, kündigte Energieminister Tilo Kummer (BSW) in Erfurt an.
Mit den Einnahmen könnten sie ihre Kassen aufbessern.
Derzeit könnten nur Stadtwerke mit Energieprojekten Gewinne erzielen, nicht aber Städte und Gemeinden ohne solche Unternehmen.
Das solle sich mit dem Gesetz ändern.
Das Kabinett hatte sich zuvor erstmals mit dem Entwurf für ein neues Thüringer Energiegesetz beschäftigt.
Es soll möglichst noch bis Jahresende dem Landtag zur Beratung vorgelegt werden.
Zuvor werden unter anderem die verschiedenen Verbände sowie die Kommunen zu dem Gesetzentwurf angehört.
Windstrom-Abgabe steigt etwas Vorgesehen sei auch eine höhere finanzielle Beteiligung der Kommunen an den Erträgen aus Windstrom.
Betreiber von Windrädern im Umfeld von Städten und Gemeinden sollen nach dem Gesetzentwurf künftig 0,3 Cent pro Kilowattstunde satt wie bisher 0,2 Cent an Kommunalkassen zahlen.
Erweitert werden soll die Pflicht zur Beteiligung der Kommunen auf Solar-Freiflächenanlagen.
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