USA: Trump will mehr Rindfleisch importieren lassen
US-Präsident Donald Trump hat die vorübergehenden Erhöhung der Importe von Rindfleisch angeordnet. Er unterzeichnete einen entsprechenden Erlass, um gegen die »unangemessen« gestiegenen Preise vorzugehen, wie die US-Regierung mitteilte. Demnach soll die Importmenge für mageres Rindfleisch, die ohne über die Quote hinausgehende Zölle eingeführt werden kann, um 300.000 Tonnen erhöht werden.
In den USA sind Rindfleischpreise derzeit außergewöhnlich hoch . Dürre und Waldbrände haben den Rinderbestand auf den niedrigsten Stand seit 75 Jahren gedrückt.
Unter den US-Viehzüchtern führte der Schritt jedoch zu Irritationen. Die Maßnahme werde »Amerikas Viehzüchter untergraben«, teilte der einflussreiche Bauernverband American Farm Bureau Federation in einem Brief an Trump mit.
Trump hatte den Schritt bereits vergangene Woche angedeutet. Demnach sollte das importierte Fleisch zu einem Preis von 25 Prozent unterhalb des aktuellen Marktpreises in den Handel kommen. Zuvor hatte seine Regierung Importbeschränkungen für Vieh aus Mexiko verhängt, um die Ausbreitung einer Tierseuche zu bekämpfen. In dieser Woche haben die USA mit einer schrittweisen Wiedereröffnung einiger Grenzübergänge für Vieh an der Südgrenze begonnen.
Obwohl die Inflation in den USA zuletzt überraschend gesunken ist, sind Preise unter anderem für Lebensmittel weiterhin hoch. Der US-Präsident steht wegen seines Umgangs mit den Lebenshaltungskosten insbesondere mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen zunehmend in der Kritik . Die Entwicklung der Kaufkraft ist eines der wichtigsten Anliegen US-Wähler. Trump hatte die Preisentwicklung in der Vergangenheit immer wieder heruntergespielt.
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