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Es geht um Zusagen im Tarifvertrag - Betriebsrat bestellt VW-Vorstand zum Rapport

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Es geht um Zusagen im Tarifvertrag - Betriebsrat bestellt VW-Vorstand zum Rapport

Hannover – Nach der Einigung im Aufsichtsrat auf Sparmaßnahmen bleibt die Verunsicherung bei Volkswagen groß. Betriebsrat und IG Metall erhöhen nun erneut den Druck auf den Vorstand und verlangen Klarheit über die Zukunft von Beschäftigten, Werken und Modellen. Und sie fordern die Einhaltung der Zusagen aus dem Tarifvertrag von 2024.

Nach monatelangem Streit hatten sich Management und Arbeitnehmer auf einen umfangreichen Kompromiss geeinigt. Neben der Beschäftigungsgarantie bis 2030 gab der Vorstand das Versprechen ab, nach Perspektiven für alle Standorte zu sorgen. Im Gegenzug verzichten die Beschäftigten bis 2030 auf Tariferhöhungen, zwei Jahre lang auf Urlaubsgeld, Boni und Teile des Jubiläumsgeldes.

Statt Perspektiven zu präsentieren, stellt VW-Chef Oliver Blume (58) die Zukunft von vier deutschen Werken infrage. Thorsten Gröger (58), Bezirksleiter der IG Metall , ist empört. „Die Arbeitnehmer haben erhebliche Beiträge zur wirtschaftlichen Stabilisierung von VW geleistet und dafür weitreichende Vereinbarungen zur Sicherung von Beschäftigung und zur Zukunft der Standorte erfüllt. Wenn die Beschäftigten ihrem Teil der Vereinbarung nachkommen, dann darf Volkswagen seine Seite des Pakets nicht nachträglich zur Disposition stellen. Vertragstreue ist keine Einbahnstraße“, sagte er Freitag in Laatzen ( Niedersachsen ).

VW -Betriebsratschefin Daniela Cavallo (51) betont: „Die Zugeständnisse der Belegschaft aus der Auseinandersetzung 2024 gab es nicht zum Nulltarif, sie wurden im Vertrauen auf die Zusagen gemacht. Klar ist: All unsere Werke brauchen Zukunft!“ Sie will den Vorstand nun zum Gespräch einbestellen – zu einem sogenannten Überprüfungsgespräch, das ebenfalls im Tarifvertrag vereinbart worden war. Dort soll der Vorstand erklären, wie er die Zusagen einhalten will. Gröger: „Wir akzeptieren keine Politik des Aufschiebens, Relativierens oder Verwischens verbindlicher Zusagen. Wer von den Beschäftigten Verzicht verlangt, muss selbst verlässlich liefern.“ In letzter Konsequenz müsse die Schlichtungsstelle eingeschaltet werden.

Gröger erinnert an eine weitere Klausel aus dem Tarifvertrag: Gelingt es dem Vorstand nicht, über das Jahr 2030 hinaus eine Anschlussregelung für die Beschäftigungssicherung zu präsentieren, muss der Konzern 1 Milliarde Euro an die gesamte Belegschaft ausschütten. „Jetzt muss der Vorstand zeigen, dass er bereit ist, seinen Beitrag zu leisten und die vereinbarten Zukunftszusagen tatsächlich mit Leben zu füllen“, sagt Gröger. In diesem Herbst stehen übrigens erneut Tarifverhandlungen an …

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