Schnarch-Start wie 2025 - Alarm! Bayer fehlen schon fünf Punkte
Leverkusen/Augsburg – 30 Torschüsse. 14 Ecken. Nur ein Punkt. Frust in allen Gesichtern bei Bayer. Das 2:2 in Augsburg „fühlte sich wie eine Niederlage an“, meinte Kapitän Edmond Tapsoba (27). Die starke erste Hälfte zerstörte sich Leverkusen mit einem unerklärlichen Blackout und zwei Gegentoren nach der Pause.
Das geniale Hackentor von Patrik Schick (30) rettete zwar das verdiente Remis. Aber der Start wurde mit vier Punkten aus drei Spielen wie vor einem Jahr verschlafen. Die Folge: Leverkusen droht wieder, früh den Anschluss zu verlieren.
Dabei war das Auftaktprogramm mit Aufsteiger Elversberg, Union und Augsburg „soft“. Jetzt kommen Leipzig, Mainz und Freiburg – und dazu die Belastungen durch die Europa League. „Vier Punkte aus drei Spielen sind nicht genug, wenn wir oben in der Tabelle stehen wollen“, meint Trainer Carles Martínez (42). „Wenn ich vor den drei Spielen gefragt worden wäre, was ich erwarte, hätte ich mehr Punkte genannt. Mit sieben oder neun Punkten wäre ich glücklicher als mit vier.“
Torjäger Schick macht sich bereits berechtigte Sorgen, dass die Champions League erneut verpasst wird: „Letzte Saison waren wir Sechster, jetzt wollen wir mehr. Es tut mir wirklich weh, dass wir schon am Anfang der Saison fünf Punkte verloren haben. Alle Spieler, die für Bayer spielen, haben viel Qualität. Es geht aber nicht nur mit Qualität. In einem Bundesligaspiel braucht man weitere Dinge, wenn man gewinnen will – das komplette Paket.“
Was Schick meint: fehlende mentale Stärke! Trainer Martínez hatte in der Pause davor gewarnt, dass Augsburg mit Volldampf aus der Kabine kommen würde. „Wir waren darauf vorbereitet“, bestätigt Abwehrchef Tapsoba, „deswegen können wir nicht innerhalb von fünf Minuten zwei solche Gegentore fangen. Wir müssen alle mehr tun und nicht erst dann reagieren, wenn wir zwei Tore kassiert haben.“
Leverkusen steckt weiter im Neuaufbau. Vieles war in Augsburg richtig gut. Aber die Konzentrationsfehler wurden Bayer wie schon beim 2:3 in Elversberg zum Verhängnis. „Ich kann es auch nicht erklären“, meint Tapsoba und räumt ein: „Es scheint, als hätten wir noch einen weiten Weg vor uns.“
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