Frankreich: EU-Abgeordneter Glucksmann Präsidentschaftskandidat des sozialdemokratischen Lagers
Der EU-Abgeordnete Raphaël Glucksmann ist zum Präsidentschaftskandidaten des sozialdemokratischen Lagers in Frankreich gekürt worden.
Bei der gemeinsamen Vorwahl seiner Partei Place Publique und der Sozialistischen Partei (PS) erhielt Glucksmann am Sonntag gut 66 Prozent der Stimmen, wie die Organisatoren mitteilten.
Weit abgeschlagen folgte auf dem zweiten Platz der PS-Vorsitzende Olivier Faure mit knapp 14,5 Prozent der Stimmen.
Die drei anderen Kandidatinnen und Kandidaten, unter ihnen die frühere Präsidentschaftskandidatin und Umweltministerin Ségolène Royal , kamen auf weniger als zehn Prozent.
Wahlberechtigt waren die Mitglieder beider Parteien.
Eine Linke, die ihren Werten treu bleibe, könne „Menschen vereinen, regieren und gewinnen“, erklärte Glucksmann nach der Abstimmung im Onlinedienst X. „Wir sind nicht hier, um einen Streit innerhalb der Linken zu gewinnen.
Wir sind hier, um die Präsidentschaftswahl zu gewinnen." In den Umfragen zur Präsidentschaftswahl am 18.
April und 2.
Mai liegt Glucksmann derzeit bei neun bis 14 Prozent.
Damit liegt er weit hinter der Rechtspopulistin Marine Le Pen, die die Umfragen derzeit anführt und auch als Favoritin in einer möglichen Stichwahl gegen den Linkspopulisten Jean-Luc Mélenchon oder den Mitte-Rechts-Politiker Edouard Philippe gilt.
Die Fraktionschefin des Rassemblement National (RN) hat schon mehrfach versucht, das Präsidentenamt in Frankreich zu erobern.
Sie vertritt einen ausländerfeindlichen und EU -kritischen Kurs und steht für wirtschaftlichen Protektionismus.
Der 46 Jahre alte Glucksmann ist der Sohn des Philosophen André Glucksmann.
Er war als Dokumentarfilmer und Essayist tätig.
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