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Ukraine-Krieg: Explodiertes Munitionslager: 27 Tote bei Kiew

Die Zeit ·
Ukraine-Krieg: Explodiertes Munitionslager: 27 Tote bei Kiew

Auch in der Südukraine - im von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiet Odessa und der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim - kamen Menschen bei gegenseitigen Angriffen ums Leben.

Bei dem Angriff auf das Munitionslager am Freitagabend wurden nach Angaben des Gouverneurs des Gebiets Kiew, Tymur Tkatschenko, auch mehr als 40 Menschen verletzt. Mehr als 300 Rettungskräfte waren demnach im Einsatz. Präsident Selenskyj zufolge wurden fast 400 Menschen in Sicherheit gebracht.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde bei dem Angriff auf das knapp fünf Kilometer von der Stadtgrenze Kiews entfernte Dorf Myla ein Unternehmensgelände getroffen. Selenskyj nannte keine Details, schrieb aber: «Es gibt Vorschriften: Munition darf es nicht neben Häusern und anderen Wohngebäuden geben.» Er verwies auf eingeleitete Strafverfahren.

Bereits in der Nacht hatte die Staatsanwaltschaft über Ermittlungen wegen «dienstlicher Fahrlässigkeit» und einen russischen Drohnenangriff informiert. Nach russischen Angaben war ein Munitionslager mit Einzelteilen für weitreichende Drohnen das Ziel des Angriffs.

Die Hauptverbindungsstrecke von Kiew Richtung Westen musste in der Folge auf einem mehrere Kilometer langen Abschnitt für die Lösch- und Rettungsarbeiten komplett gesperrt werden. Erst in den Mittagsstunden am Samstag konnte der Verkehr nach Polizeiangaben auf der zweispurigen Schnellstraße einspurig in beide Richtungen wieder aufgenommen werden. Auf in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Videos waren Feuer und Explosionen in der Abenddämmerung zu sehen.

Kiew und das Umland kommen seit Tagen aufgrund ständigen Luftalarms wegen anfliegender Drohnen oder Raketen kaum zur Ruhe. Am Samstagmorgen kam Gouverneur Tkatschenko zufolge im Landkreis Boryspil westlich von Kiew ein 14-jähriges Mädchen bei einem weiteren Drohnenangriff ums Leben.

Zuvor hatte die Verwaltung des Landkreises Ismajil, in dem sich die Donauhäfen des Landes befinden, vor russischen Drohnen gewarnt. Anlagen der Transportinfrastruktur seien beschädigt worden.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums in Moskau galt der Angriff dem Donauhafen Ismajil. Ziel seien Tanklaster und Entladestellen für Treibstoff gewesen. Die Flusshäfen unweit der Donaumündung sind für den ukrainischen Außenhandel aufgrund regelmäßiger russischer Angriffe auf die Seeroute zu den ukrainischen Schwarzmeerhäfen wieder wichtiger geworden.

Die Ukraine wehrt sich seit über viereinhalb Jahren mit westlicher Unterstützung gegen die russische Invasion. Zuletzt stiegen die zivilen Opferzahlen bei den gegenseitigen russisch-ukrainischen Angriffen.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zeit.de — der Inhalt gehört Die Zeit.

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