In der Arktis präsent: USA beobachten "stille" chinesische Forschungsschiffe
China plant eine polare Seidenstraße. Immer wieder tauchen seine Forschungsschiffe in der Arktis nahe den USA auf. Anders als früher informiert Peking Washington jedoch nicht mehr über deren Präsenz. Dort gibt es dafür zwei mögliche Erklärungen.
Aus Sorge um die nationale Sicherheit beobachten die USA die Präsenz chinesischer Forschungsschiffe in der US-Arktis genau. In diesem Jahr seien in den Gewässern vor dem US-Bundesstaat Alaska bislang vier solcher Schiffe im Einsatz gewesen, nach insgesamt fünf im Jahr 2025, sagte der zuständige Kommandeur der US-Küstenwache, Bob Little. Die Schiffe seien in den Seegebieten vor Alaska, einschließlich der Aleuten und der Beringstraße, bis hinauf zum Nordpol unterwegs.
Sie hielten sich zwar in internationalen Gewässern auf, hätten die USA jedoch nicht wie üblich vorab auf diplomatischem Weg über ihre Anwesenheit informiert. Aktivitäten in der ausschließlichen Wirtschaftszone der USA oder über dem erweiterten Festlandsockel berührten Sicherheitsinteressen und würden daher genau verfolgt, erklärte Little am Rande einer Sicherheitskonferenz in Oslo. Mit Festlandsockel ist der Randbereich von Kontinenten gemeint, der von Wasser bedeckt ist.
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