„Alles andere als zufriedenstellend“ - BVB gibt schweren Millionen-Verlust bekannt
Dortmund – Ganz bittere Bilanz bei Borussia Dortmund ! Der BVB hat am Freitag-Mittag die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr 2025/26 bekanntgegeben. Das ernüchternde Ergebnis: ein Minus von 21,7 Millionen Euro! Hauptgrund: Das schlechte Abschneiden in der Champions League und im DFB-Pokal.
Klub-Chef Carsten Cramer (57) erklärte die Bilanz auf der Pressekonferenz wie folgt: „73 Punkte von Borussia Dortmund in der Bundesliga sind ein dickes Brett. Aber in der Champions League und im Pokal haben wir die Erwartungen sportlich und finanziell nicht erfüllt. Wir haben am Ende über 21 Millionen Euro Verlust gemacht, die sich am Ende zwar einfach erklären lassen – Erklärungen sind am Ende aber nichts wert, wenn man daraus nicht die richtigen Ableitungen vornimmt.“
Cramer führt aus: „Ein Zustand von -21,7 Mio. schreit definitiv nicht nach einer Wiederholung. Aber erklären können wir es Ihnen: Wenn sie als Borussia Dortmund immer mit dem Erreichen des Achtelfinals in der Champions League und mit dem Viertelfinale im DFB-Pokal planen, dann können Sie sich ausrechnen, dass auf diese Art und Weise die ersten Millionen natürlich fehlen, um ein positives Ergebnis schreiben zu können. Und wenn sie dann noch ein paar Personalentscheidungen treffen, die Abfindungen hervorrufen, dann haben Sie die Erklärung dafür, dass wir mit so einem derartigen Ergebnis aus dieser Saison gegangen sind.“
Finanz-Boss Thomas Treß (60) erklärte anschließend: „Wirtschaftlich ist das alles andere als zufriedenstellend. Trotzdem wegen wir uns im Ergebniskorridor, den wir im Frühjahr nach dem Ausscheiden aus der Champions League als Ergebnisprognose angepasst haben.“
Hintergrund: Der BVB war in der Champions League bereits in der Zwischenrunde rausgeflogen. Nach dem blamablen 1:4 im Rückspiel bei Atalanta Bergamo hatte Dortmund an seine Aktionäre eine Ad-hoc-Mitteilung herausgeben müssen, die einen Verlust von bis zu 27 Millionen Euro beinhaltete. Im DFB-Pokal war die Borussia bereits im Achtelfinale an Bayer Leverkusen (0:1) gescheitert.
Abfindungen waren unter anderem an den entlassenen Ex-Sportdirektor Sebastian Kehl (46) und seine Assistenten sowie mehrere Scouts geflossen. Dazu wurde Ex-Direktor Sven Mislintat abgefunden.
In diesem Sommer ging der BVB finanziell trotzdem in die Offensive, gab für neue Spieler rund 108 Millionen Euro aus. Darunter Stars wie Konstantinos Karetsas (18/30+2 Mio. an Genk), Giannis Konstantelias (23/26+6 Mio. an Saloniki) Joey Veerman (27/20 Mio. an Eindhoven) oder Joane Gadou (19/19,5 Mio. an Salzburg). Eingespart wurden durch die Abgänge von Spielern wie Niklas Süle (30/Karriereende) und Julian Brandt (30/Amsterdam) hingegen Gehälter im zweistelligen Millionenbereich.
Cramer mit Blick nach vorne: „Wir haben ein richtig cooles Haus, das Fundament ist grundsolide. Aber das Haus bietet auch Raum für Ausbaureserven und es hat auch den ein oder anderen Raum, den man mal ausmisten muss.“
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