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Eine für alle: Wasser predigen, Wein saufen - Sie dürfen wählen!

n-tv ·
Eine für alle: Wasser predigen, Wein saufen - Sie dürfen wählen!

Heute wird gewählt, in Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern. In ihrer Heimatstadt hat die Kolumnistin bereits per Brief gewählt. Nun kann sie nur noch hoffen: Dass die, die per Demokratie gewählt werden könnten, diese Errungenschaft nicht in die Tonne treten, sollten sie an die Macht kommen.

Achtung, Achtung, dies ist eine Kolumne. Es steckt Meinung drin. Wer das nicht aushält, bitte hier aufhören zu lesen!!! Denn: Ich bin mir leider total sicher, dass, sollten die äußeren Ränder die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gewinnen, egal welcher äußere Rand, die Demokratie den Bach runtergehen wird. Sorry an ganz Linksaußen, sorry but not sorry an ganz Rechtsaußen. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn eine Wannabe-AfD-Bürgermeisterin sich mit den großen Altehrwürdigen auf einem Poster abbilden lässt oder eine andere einfach nur mit ihrem "guten Namen" und Betroffenheitspony auf Plakaten zu sehen ist.

Sicher nutzt es auch nichts, "Ich schwöre" in die Menge an der Kreuzung zu senden und schon gar nichts, wenn ein FDPler verspricht, er würde sich über den Erfolg anderer Leute freuen. Das ist an Bigotterie kaum zu überbieten (oder geht es bereits um unterbieten?) - wissen doch alle, dass er beispielsweise einer Frau wie Annalena Baerbock ihren neuen Job in den USA höchstens so sehr gönnt wie das Schwarze unter seinen Fingernägeln. Sorry, Wolle, ist doch so.

Außerdem: kein Bock mehr auf alte weiße Männer. Auf alte weiße Frauen übrigens auch nicht, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass ich es weder besonders schlimm finde, weiß zu sein noch alt, diese Art von Bashing geht mir schon lange auf den Keks. Es ist nur so, dass alle wissen, was gemeint ist, wenn man "alter weißer Mann" sagt. Auf junge Männer vergeht einem aber auch die Lust, wenn man dann aus Sachsen-Anhalt von Slimfit-Sigi mit Rechtsaußen-Gülle geflutet wird.

Womit ich beim Thema wäre: warum kein AfD-Verbot? Gesichert rechtsextremistisch? Das lassen wir also geschehen? Und schauen dabei zu, wie uns das Ruder aus der Hand genommen wird von Menschen, die, wenn man mal wirklich genauer hinsieht, absolut NICHTS zu bieten haben. Ich möchte dabei nicht darauf eingehen, ob die Leute eine dubiose Vergangenheit haben - Vorstrafen, Pornodrehs, Zugehörigkeit zu Gruppen, die verboten gehören. Denn jeder Mensch hat ein Recht auf Änderung, sich zu verbessern, neu anzufangen, das ist in allen Parteien und allen Gesellschaftsschichten nicht anders.

Wenn eine Partei jedoch von einem Organ wie dem Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird, als Erstes jedoch plant, sollte die Partei an die Macht kommen, dieses Organ abzuschaffen (wie so viele andere Errungenschaften einer demokratischen Gesellschaft ebenfalls), dann ist da doch was im Argen. Es ist vielleicht aber auch einfach zu spät für ein Verbot.

Wir nehmen das alles, meiner Ansicht nach, nicht ernst genug. Neulich hat Katharina Dröge eine sehr eindringliche Rede im Bundestag gehalten, die für viel Aufmerksamkeit und Applaus gesorgt hat. Die Grünen-Politikerin kritisierte den Versuch, die AfD mit einer härteren Asylpolitik zurückzudrängen.

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