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Großer Drohnenangriff auf Russland - Moskau in Flammen am letzten Tag von Putins Wahl

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Großer Drohnenangriff auf Russland - Moskau in Flammen am letzten Tag von Putins Wahl

Moskau – Es ist ein Bild, das Kreml-Chef Wladimir Putin (73) wohl nicht so gerne sieht: Am Morgen des letzten Tages der Wahl zur Duma brennt die wichtigste Raffinerie in der russischen Hauptstadt. Die Bürger können seit Freitag für das russische Parlament abstimmen – in einer Wahl, die diesen Namen nicht verdient. Vorab wurden alle Kandidaten, die Putins Partei Einiges Russland gefährlich werden könnten, von der Wahl ausgeschlossen. Die Stimmabgabe in den besetzten Gebieten der Ukraine wurde von Soldaten mit Waffen beaufsichtigt. Der Wahlsieg ist Putin also sicher, doch über Moskau legen sich an diesem Tag schwarze Rauchwolken.

Moskau s Bürgermeister Sergei Sobyanin erklärte am Sonntagmorgen, es habe eine „massive Drohnenattacke auf Moskau“ gegeben. „Der beispiellose Angriff war offensichtlich geplant, um die Wahlen zu stören. Dem Gegner ist dies nicht gelungen“, so Sobyanin weiter. Die Moskauer Ölraffinerie Kapotnya wird vom Staatskonzern Gazprom Neft betrieben. Mit einer Verarbeitungskapazität von 11 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr ist sie essenziell für Putins Kriegswirtschaft. Sie produziert Kraftstoffe und andere Erdölprodukte.

Der Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, teilte am Sonntag mit, eine 44-jährige Frau und ein älterer Mann seien bei Angriffen an zwei verschiedenen Orten in der Region Moskau getötet worden. Eine Drohne habe zudem ein Feuer in einem 21-stöckigen Gebäude ausgelöst, 400 Menschen seien evakuiert worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Neben dem heftigen Drohnenangriff gibt es Berichte darüber, dass in Moskau auch Teile eines ukrainischen FP-5-Marschflugkörpers „Flamingo“ gefunden wurden. Berichten zufolge stürzten mehrere Trümmerteile im Stadtzentrum ab.

Während des massiven Drohnenangriffs auf die russische Hauptstadt mussten auch Flugzeuge umgeleitet werden. Darunter war ein Turkish-Airlines-Flug aus Istanbul, der bereits im russischen Luftraum war.

Heute endet die dreitägige Wahl für das russische Parlament – die Staatsduma. Nach dem Ausschluss der Opposition gelten alle zehn Parteien auf dem Wahlzettel als kremlnah und unterstützen die 2022 von Präsident Wladimir Putin befohlene Invasion in die Ukraine. Wahlen in Russland stehen traditionell in der Kritik, weil sie als unfair und nicht demokratisch gelten. Unabhängige Wahlbeobachter meldeten bereits Manipulationsversuche und andere Regelverstöße.

Die Wahl wird trotz Protesten der Ukraine erstmals auch in den von Russland kontrollierten Teilen der annektierten ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson abgehalten. Die internationale Gemeinschaft sieht im Abhalten von Wahlen in besetzten Gebieten einen Verstoß gegen das Völkerrecht. Auch auf der schon 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim wird abgestimmt.

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