TikTok: Vergleich über 400 Millionen Dollar nach Verstößen bei Kinderdaten
Die Kurzvideo-App TikTok und ihr chinesischer Mutterkonzern ByteDance zahlen im Streit über den Datenschutz von Kindern in den USA 400 Millionen Dollar. Damit werde eine Klage des US-Justizministeriums beigelegt, teilte die Behörde am Freitag mit.
Die Regierung in Washington hatte den Unternehmen vorgeworfen, illegal persönliche Daten von Nutzern unter 13 Jahren ohne die Zustimmung der Eltern gesammelt zu haben. Die Priorität des Ministeriums sei es, dafür zu sorgen, dass Kinder im Internet geschützt seien und Unternehmen ihren rechtlichen Verpflichtungen nachkämen, sagte der stellvertretende US-Justizminister Stanley Woodward.
Von der Vergleichssumme werden 300 Millionen Dollar sofort fällig. Weitere 100 Millionen Dollar fließen, sobald eine frühere Vereinbarung der US-Verbraucherschutzbehörde FTC mit dem TikTok-Vorgänger Musical.ly aus dem Jahr 2019 aufgehoben wird. TikTok äußerte sich zunächst nicht zu dem Vergleich.
Das Justizministerium wies darauf hin, dass TikTok seit Einreichung der Klage im Jahr 2024 erhebliche Änderungen an seinen Datenschutzrichtlinien und Geschäftspraktiken vorgenommen habe. Das US-Gemeinschaftsunternehmen von TikTok erklärte in Gerichtsunterlagen, dass alle Nutzer ihr Geburtsdatum angeben müssten. Zudem verfüge die Plattform über Systeme zur Altersüberprüfung und lösche Zehntausende Konten von Nutzern unter 13 Jahren.
Um ein Verbot der App in den USA abzuwenden, hatte ByteDance im Januar der Gründung eines Joint Ventures in mehrheitlichem US-Besitz zugestimmt. Damit sollen die Daten der mehr als 200 Millionen US-Nutzer geschützt werden.
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