"Bis es blutet": In der Hölle des Boulevard-Journalismus
Daniel Sager hat sich mit preisgekrönten Dokumentarfilmen über Journalismus einen Namen gemacht.
Mit seinem Spielfilmdebüt "Bis es blutet" trägt er das Thema nun in die Fiktion.
Elisa Schlott spielt eine junge Boulevard-Journalistin, die Karriere machen will.
Heiligt "die Story" sämtliche Mittel? Die junge Journalistin Agatha Novak (Elisa Schlott), die alle nur Aga nennen, arbeitet für ein großes News-Portal.
Das hat sich dem Boulevard verschrieben.
Als irgendwo in Hessen die Tochter eines Unternehmers verschwindet, wird sie mit dem Fotografen Thorsten von Hagen (Franz Pätzold) in die Provinz geschickt, um eine knallige Story zu liefern.
Das Thriller-Drama "Bis es blutet" (ab 4.
September im Stream) erzählt vom Boulevard-Journalismus in seiner härtesten Form.
Daniel Sager, Regisseur und Co-Autor (mit Oskar Sulowski) dieses Spielfilmdebüts, ist kein Unbekannter.
Mit Dokumentarfilmen wie "Hinter den Schlagzeilen" über die Arbeit von Investigativ-Journalisten bei der "Süddeutschen Zeitung" oder "Inventing Truth" (Sky) über die Relotius Affäre – ausgezeichnet mit dem Deutschen Fernsehpreis – tat sich Sager als ein sensibler Fachmann für Journalismus-Themen hervor.
Ganz und gar unsensibel sind hingegen die Methoden, mit denen Aga und Hagen vor Ort arbeiten.
Gemeinsam mit anderen Journalisten, die in Konkurrenz zueinander arbeiten, haben sie sich in einem schmucklosen Hotel eingemietet.
Wer wird als Erster an eine große Story herankommen? Die Lage vor Ort ist schwierig, weil die Eltern der Verschwundenen scheinbar sämtliche Reporter zurückweisen – und nicht reden wollen.
Von ihrem skrupellosen Chef (Thomas Loibl) wird Aga eingebleut, dass sie erfolgreich sein sollte, damit es für sie beim Medium weitergeht.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.