Vor den Landtagswahlen: Fischbrötchen, Pfiffe und eine Warnung – Merz im Wahlkampf
An der Ostseeküste wird Merz mit Pfiffen und Beschimpfungen begrüßt, im Harz wird er abgeschottet.
Der Kanzler wagt sich erstmals in den Wahlkampf im Osten.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seiner Wahlkampfpremiere in Ostdeutschland erneut eindringlich vor den wirtschaftlichen Folgen eines Wahlsiegs der AfD gewarnt. „Sachsen-Anhalt darf kein Experimentierfeld für Wutbürger werden“, sagte er nach einem gemeinsamen Besuch mit CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze in Quedlinburg im Harz.
Auf dem Stiftsberg der über 1.000 Jahre alten Stadt mit ihren mehr als 2.000 Fachwerkhäusern wurden die beiden streng mit Polizeisperren abgeschottet.
Zuvor war der Wählerkontakt in Mecklenburg-Vorpommern, wo am 20.
September ein neuer Landtag gewählt wird, ungemütlich für Merz verlaufen.
In Kühlungsborn an der Ostseeküste besuchte er einen CDU -Wahlkampfstand, wurde von Passanten ausgepfiffen und als „Kriegstreiber“ und „Pinocchio“ beschimpft.
Andere verteidigten ihn und forderten Anstand ein.
Ein eigentlich geplantes Statement vor den Kameras wurde abgesagt.
Eine Begründung gab es dafür auf Anfrage beim CDU-Team nicht.
In Quedlinburg in Sachsen-Anhalt zeigte sich der Chef der Bundespartei nach einem Besuch der Stiftskirche, die wie die gesamte Altstadt zum Weltkulturerbe zählt, zusammen mit Ministerpräsident Schulze den Medienvertretern.
Sollte es zu einer absoluten Mehrheit einer rechtspopulistischen Partei kommen, „dann werden internationale Investoren es sich dreimal überlegen, ob sie noch in Sachsen-Anhalt investieren“, sagte Merz.
Merz hofft auf Aufholjagd Der CDU-Chef zeigte sich aber zuversichtlich, dass es in der letzten Woche vor der Wahl am Sonntag noch zu einer Aufholjagd kommen kann.
Es stehe viel auf dem Spiel, „aber ich habe die Zuversicht, dass es am Sonntag ein gutes Ergebnis geben wird für Sven Schulze und die CDU“.
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