Parteien: Rückzug von Bas trifft NRW-SPD - Kritik an Union
Bärbel Bas tritt von ihren Ämtern zurück.
Welche Rolle spielen dabei Vorwürfe aus der Union? NRW-SPD-Politiker Jochen Ott findet deutliche Worte.
Der Rückzug der Duisburger SPD -Politikerin Bärbel Bas als SPD-Bundesvorsitzende und Bundesarbeitsministerin hat in der nordrhein-westfälischen SPD Betroffenheit ausgelöst.
Zugleich kritisierte der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2027, Jochen Ott, mit Blick auf den Unions-Koalitionspartner in Berlin mangelndes Mitgefühl für Bas, die nach dem Tod ihrer Stieftochter um eine Auszeit gebeten habe. „In so einer Phase darf die Menschlichkeit nicht komplett verloren gehen“, sagte Ott. „Und das muss uns für die Zukunft auch zu denken geben.“ Noch sei es zu früh, über die Nachfolge der SPD-Führung zu reden, so der SPD-Landtagsfraktionschef.
Ott ging davon aus, dass die SPD im Bund weiterhin bei einer Doppelspitze bleiben werde.
Formal müsse der Parteitag die Frage klären.
Zugleich unterstrich Ott den Einfluss des mitgliederstärksten SPD-Landesverbands bei der Führungsfrage.
Die NRW-SPD stelle „eine große Gruppe“ beim Bundesparteitag.
Der SPD-Parteitag soll im Dezember oder Januar stattfinden.
Koalition soll für Ruhe sorgen Ott ermahnte die schwarz-rote Koalition in Berlin , „jetzt in den großen Reformvorhaben zwei bis drei Dinge gemeinsam auf den Weg zu bringen“ - am besten als konzertierte Aktion mit den Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften -, „um dann einfach mal wieder ein bisschen für Ruhe zu sorgen“.
Die aufregenden Zeiten seien seit Wochen für alle Menschen extrem anstrengend und trügen auf Dauer nicht zur Stabilisierung bei.
Zu Bas möglicher Rolle im NRW-Landtagswahlkampf äußerte sich Ott nicht konkret. „Aber für mich ist das eine ganz wichtige Frau aus Nordrhein-Westfalen gewesen, und das bleibt sie auch“, betonte er.
Der SPD-Politiker zeigte sich traurig über den Rücktritt von Bas, die immer eine große Bodenhaftung gehabt habe.
Die Duisburgerin sei „von ganz unten bis in allerhöchste Staatsämter gekommen“.
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