Regierungserklärung: Plötzlich versöhnliche Worte von Friedrich Merz an Bärbel Bas
Bundeskanzler Friedrich Merz hat zu Beginn seiner Regierungserklärung das Wort an Bärbel Bas gerichtet.
Und ihr eine baldige Rückkehr in den Bundestag gewünscht.
Plötzlich scheint der Streit in der Regierungskoalition ganz weit weg: Eigentlich sollte Bundeskanzler Friedrich Merz am Mittwoch eine Regierungserklärung zum Europäischen Rat halten.
Der Beginn seiner Rede aber widmete er Bärbel Bas.
Die 58-Jährige war Anfang der Woche von ihren Ämtern als SPD-Chefin und Ministerin für Arbeit und Soziales zurückgetreten.
Grund war der Tod ihrer Stieftochter.
Vor Merz' Rede war Alexander Schweizer als Bas' Nachfolger im Kabinett vereidigt worden.
Der Bundeskanzler hieß ihn herzlich willkommen und rief ihm zu: „Auf gute Zusammenarbeit.“ Noch während die Abgeordneten den neuen Arbeitsminister mit Applaus begrüßten, widmete sich Merz der ehemaligen SPD-Chefin: „Ich möchte es nicht versäumen, Bärbel Bas ein herzliches Wort des Dankes zu sagen“, so der Bundeskanzler.
Friedrich Merz wünscht sich baldige Rückkehr von Bärbel Bas Bas habe das Amt der Arbeitsministerin mit „großer Empathie – vor allem für die Schwachen in unserer Gesellschaft“ ausgeübt.
Man sei in Sachfragen nicht immer einer Meinung gewesen, das gehöre dazu, so Merz.
Aber: „Wir werden ihr unsere Anerkennung für ihre Arbeit und ihr Engagement für unser Land nicht versagen“, so Merz.
Und weiter: „Sie ist Anfang der Woche aus sehr persönlichen Gründen von beiden Ämtern, die sie innehatte, zurückgetreten.“ Diese Entscheidung verdiene Respekt. „Ich möchte Bärbel Bas im Namen der gesamten Bundesregierung unser Mitgefühl zum Verlust ihrer Stieftochter ebenso aussprechen, wie unseren Wunsch, sie sehr bald ihre Arbeit als Abgeordnete aufnehmen zu sehen.
Wir werden sie in diesem Haus herzlich und willkommen heißen.“ Auf seine Ansprache folgten Standing Ovations der Abgeordneten.
Mit Ausnahme der AfD.
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