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Dünne Datenlage: Schlangenbisse töten viel mehr Menschen als gedacht

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Dünne Datenlage: Schlangenbisse töten viel mehr Menschen als gedacht

In 170 Ländern auf der Welt gibt es Giftschlangen. Täglich werden Hunderte Menschen von ihnen gebissen, viele überleben den Angriff nicht. Doch wie viele das genau betrifft, können Forschende nur schätzen.

Weltweit werden einer Studie zufolge wesentlich mehr Menschen von Giftschlangen gebissen als bisher angenommen. Eine Analyse kommt im Fachmagazin "PLOS Medicine" zu dem Schluss, dass pro Jahr zwischen 2,1 und 7 Millionen Menschen solche Bisse erleiden. Daran sterben demnach jährlich zwischen 274.000 und 513.000 Menschen.

Fast die Hälfte der Vergiftungen und Todesfälle, also 45 Prozent, entfällt demnach auf Afrika südlich der Sahara, ein gutes Viertel (27 Prozent) auf Südasien. Allerdings räumt das internationale Forschungsteam um Dileepa Senajith Ediriweera von der Liverpool School of Tropical Medicine ein, dass die Datengrundlage für diese Schätzungen teilweise sehr dünn ist.

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