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Warum Deutschland bei Betriebsrenten Nachholbedarf hat

Tagesschau (ARD) ·
Warum Deutschland bei Betriebsrenten Nachholbedarf hat

Altersvorsorge Deutschland hat Nachholbedarf bei Betriebsrenten Stand: 09.10.2026 • 08:43 Uhr

Betriebsrenten sind in anderen Ländern viel stärker verbreitet als in Deutschland. Für Arbeitgeber werden sie angesichts des Fachkräftemangels immer wichtiger, um Mitarbeiter zu gewinnen.

Es gibt nicht die eine Betriebsrente in Deutschland, sondern verschiedene Modelle, Wege und Regelungen. Doch selbstverständlich ist sie nicht.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wird lediglich für 52 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - vor allem Frauen und Männer in großen Konzernen - mit betrieblicher Altersvorsorge vorgesorgt. In kleinen und in mittleren Unternehmen oder bei Geringverdienern sind Betriebsrenten kaum verbreitet. Arbeitgeber sind nicht verpflichtet, eine rein vom Betrieb bezahlte Zusatzrente zu zahlen.

Für Klaus Stiefermann, den Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Altersvorsorge, gibt es noch viel Nachholbedarf. "Betriebsrenten sind unverzichtbar, um ein stabiles, solidarisches und tragfähiges Altersvorsorgesystem sicherzustellen", sagt er im Gespräch mit der ARD-Finanzredaktion . Das gilt vor allem in Zeiten, in denen die gesetzliche Rente bei vielen Menschen nicht mehr ausreicht, um im Alter die Lebenshaltungskosten finanzieren zu können. Die Situation dürfte sich in den kommenden Jahren weiter zuspitzen.

Nur jeder zweite Beschäftigte hat eine Betriebsrente. Experten sehen Reformbedarf bei der Altersvorsorge. mehr

In anderen Ländern wie den Niederlanden, Schweden oder Dänemark ist die betriebliche Altersvorsorge keine freiwillige Leistung oder ein Bonus vom Chef. Betriebsrenten werden dort vielerorts erheblich stärker als in Deutschland durch Tarifverträge oder durch Branchenvereinbarungen festgelegt. Oft werden prozentual zweistellige Gehaltsanteile eingezahlt und - wie in den Niederlanden - feste Rentenhöhen garantiert.

Peter Schwark vom Deutschen Institut für Altersvorsorge sieht diese Länder als Vorbild für Deutschland: "Schaffen wir es, in der betrieblichen Altersvorsorge eine Flächendeckung herzustellen? Da sind diese Länder ein Vorbild. Über Tarifverträge, über tarifvertragliche Versorgungseinrichtungen gibt es zum Teil Verbreitungsquoten von 90 oder 95 Prozent." Schwark kann sich für Deutschland Modelle vorstellen, "wo Arbeitnehmer automatisch aus ihrem Entgelt in die betriebliche Altersversorgung sparen, es sei denn, sie widersprechen".

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Dass mehr getan werden muss in Sachen Betriebsrente, hat auch die Bundesregierung erkannt. Seit Januar 2026 ist das Zweite Gesetz zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung in Kraft. Dadurch soll die betriebliche Altersvorsorge vor allem bei Geringverdienern und in kleinen und mittleren Unternehmen gestärkt werden. Das kann durch Steuererleichterungen oder durch vereinfachte Verfahren geschehen.

Klaus Stiefermann spricht von einem "Schritt in die richtige Richtung".

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.tagesschau.de — der Inhalt gehört Tagesschau (ARD).

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