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Potenzielle Problemtiere: Wie verbreitet die Große Drüsenameise in Thüringen ist

Stern ·
Potenzielle Problemtiere: Wie verbreitet die Große Drüsenameise in Thüringen ist

Mancherorts gilt sie als Plage und Gefahr für die Infrastruktur: Aber wie ist es in Thüringen um die Große Drüsenameise bestellt? Ein Vorkommen ist bekannt – und auch Probleme mit einer anderen Art.

Sie ist winzig, kann aber großen Schaden anrichten und ganz schön nerven: Die Große Drüsenameise kommt inzwischen auch in Thüringen vor.

Allerdings hält sich die Sorge um negative Auswirkungen hierzulande in Grenzen, wie das Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz auf dpa-Anfrage mitteilte.

Während Horden der Ameisenart etwa im baden-württembergischen Kehl, schon in Verteilerkästen einmarschierten und das Internet lahmlegten, oder in Karlsruhe sich Bordsteinkanten wegen der darunterliegenden Tunnel der Tiere absenkten, ist die Lage in Thüringen noch überschaubar.

Bislang ist laut Landesamt ein einzelner, klar begrenzter Standort mit einem Vorkommen der „Tapinoma magnum“ in einem Siedlungsgebiet in Ost-Erfurt bekannt.

Kenntnisse über weitere bestätigte Vorkommen liegen dem Landesamt demnach bislang nicht vor. „Von einer weiten Verbreitung der Art in Thüringen kann daher aktuell nicht gesprochen werden“, heißt es dort.

Zudem seien bislang keine bekannten Schäden durch die Ameisen in Thüringen entstanden.

Dennoch: „Das Schadenspotenzial hängt stark vom Standort und von der Größe des Bestands ab.

Deshalb beobachten wir die Entwicklung sehr aufmerksam“, erklärte Landesamtssprecher Nils Fröhlich.

Ameisenart über Pflanzen eingeschleppt Die Große Drüsenameise stammt laut Umweltbundesamt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Über Olivenbäume und andere Waren ist sie nach Deutschland eingeschleppt worden und breitet sich aus.

Sie hat eine glänzend schwarze Färbung und bildetet Kolonien mit mehreren Königinnen.

Ihre unterirdischen Nester verbinden die Tiere mit verzweigten Tunnelsystemen.

Statt zu konkurrieren, tauschen sich die einzelnen Nester aus.

Auf diese Weise können sogenannte riesige Superkolonien entstehen.

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