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Jetzt spricht der neue Kapitän - Tapsoba: „Zu Bayer kam ich als kleiner Junge!“

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Jetzt spricht der neue Kapitän - Tapsoba: „Zu Bayer kam ich als kleiner Junge!“

Leverkusen – Beim 4:0 im Pokal in Wiesbaden trug Edmond Tapsoba (27) zum ersten Mal in einem Pflichtspiel die Kapitänsbinde. Der Abwehrchef spielt seit Januar 2020 für Bayer Leverkusen. Am Dienstag sprach er über seine neue Chef-Rolle als Kapitän der Werkself – und seine Ziele.

Tapsoba: „Ehrlich gesagt, wussten wir vorher gar nicht, dass es überhaupt eine Trophäe zu gewinnen gibt. Aber wenn man die erste gewonnen hat, will man direkt die nächste holen. Deshalb machen wir weiter. Vor allem war es wichtig, die Vorbereitung mit einem Sieg abzuschließen. Das gibt der Mannschaft Selbstvertrauen. Wir sind froh, dass alle Spieler wieder fit sind und niemand verletzt ist.“

Tapsoba: „Kapitän dieses Vereins zu sein, bedeutet mir sehr viel. Bayer Leverkusen ist wie eine Familie für mich. Deshalb ist es eine große Ehre, aber auch eine große Verantwortung. Gleichzeitig motiviert es mich enorm, zu wissen, dass der Verein mir seit meinem ersten Tag vertraut hat. Es ist schwer, die richtigen Worte dafür zu finden. Ich hoffe einfach, dass ich dieser Rolle gerecht werden kann.“

Er betont: „Für mich geht es nicht darum, dass nur ein Spieler Kapitän ist. Gerade in schwierigen Momenten muss jeder Verantwortung übernehmen. Auf dem Platz weiß jeder, was seine Aufgabe ist. Die erfahrenen Spieler helfen den jüngeren, und wir sorgen dafür, dass sich neue Spieler schnell wohlfühlen. Das ist eines der Geheimnisse dieses Vereins. Wir integrieren Neuzugänge sofort, damit sie sich als Teil der Familie fühlen.“

Tapsoba: „Ehrlich gesagt, habe ich schon seit Beginn der Vorbereitung damit geliebäugelt. Ich habe viel mit Jonathan Tah darüber gesprochen. Er hat mir in den vergangenen Jahren sehr geholfen. Als mir dann gesagt wurde, dass ich Kapitän werde, musste ich nicht lange überlegen. Für mich war sofort klar, dass ich diese Verantwortung annehmen möchte. Jeder hat seine eigene Art, eine Mannschaft zu führen. Deshalb möchte ich gar nicht zu viel darüber reden. Ich werde einfach mein Bestes geben. Wie ich die Mannschaft auf und neben dem Platz führen möchte, werdet ihr in den kommenden Monaten sehen.“

Tapsoba: „Als es damals darum ging, Verantwortung in der Nationalmannschaft von Burkina Faso zu übernehmen, war ich zunächst nicht sicher, ob ich das möchte. Deshalb habe ich mit meinen Eltern gesprochen. Vor allem meine Mutter hat mir geraten, die Chance zu nutzen und die Verantwortung anzunehmen. Ich wollte aber nicht Kapitän werden und bin aktuell Stellvertreter der Nationalelf. Nach meinem ersten Sieg als Kapitän von Bayer im Pokal haben mich meine Eltern direkt angerufen und mir gratuliert. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Für sie ist Bayer Leverkusen inzwischen wie ein zweites Zuhause geworden.“

Tapsoba: „Wenn ich zurückblicke, dann war ich bei meiner Ankunft in Leverkusen noch ein junger Junge. Heute bin ich sowohl als Fußballer als auch als Mensch deutlich reifer geworden. Diese Jahre haben mich geprägt. Deutschland hat mir sehr viel beigebracht. Nicht nur im Fußball, sondern auch für mein Leben und meine Zukunft. Deshalb möchte ich mich weiterentwickeln und jeden Tag dazulernen.“

Tapsoba: „Mein nächstes Ziel ist es, irgendwann perfekt Deutsch zu sprechen.

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