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Gletscherabbruch im Himalaya: Nepal warnt vor weiterer Flut im Katastrophengebiet

Die Zeit ·
Gletscherabbruch im Himalaya: Nepal warnt vor weiterer Flut im Katastrophengebiet

Vier Tage nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya hat Nepals Katastrophenschutz vor einer möglichen weiteren Flutwelle gewarnt. Die Warnung gelte für den Fluss Bhotekoshi, schrieb die Behörde auf X. Menschen in den flussnahen Gegenden Rasuwa, Nuwakot und Dhading sollten vorsichtig sein.

Die Zahl der gefundenen Leichen im Katastrophengebiet zwischen Nepal und Tibet hat sich unterdessen weiter erhöht. China veröffentlichte an diesem Sonntag neue Zahlen. Demnach zählen die chinesischen Behörden inzwischen 16 Tote und 546 Vermisste, darunter auch drei Deutsche. Zusammen mit den Zahlen aus Nepal sind bei der Flutkatastrophe demnach 691 Menschen gestorben, fast 3.000 werden noch vermisst.

Ob sich damit die Zahl der vermissten Deutschen im Katastrophengebiet in Nepal und Tibet insgesamt erhöht hat oder ob es Dopplungen bei den Angaben der Behörden beider Seiten gibt, war zunächst unklar. Bisher war von nepalesischer Seite von acht vermissten Deutschen die Rede. Vier von ihnen gehörten offenbar zu einer Gruppe ausländischer Pilgerer.

Von den in Tibet Vermissten sind nach Angaben des chinesischen Senders CCTV 261 Ausländer, darunter 104 aus Nepal, 49 aus Indien, 33 aus Lettland und 18 aus den USA. »Die chinesischen Behörden haben die jeweiligen Botschaften und Konsulate dieser Länder informiert«, berichtete CCTV weiter. Im von der Sturzflut betroffenen Bezirk Gyirong seien keine ausländischen Touristen gestrandet.

In den überfluteten Gebieten wächst unterdessen die Gefahr von Infektionskrankheiten. Die Rettungskräfte kämpfen bei teils starkem Regen weiter gegen Schlamm- und Geröllmassen. In Asien ist derzeit noch die Monsunregenzeit, die üblicherweise bis September dauert. Internationale Katastrophenhelfer suchen noch in meterhohen Schlammmassen und Trümmerbergen nach Vermissten .

Die USA stellten unterdessen 3,6 Millionen Dollar (3,11 Millionen Euro) Nothilfe für die betroffene Region in Aussicht. »Die Vereinigten Staaten stehen an der Seite des nepalesischen Volkes«, teilte das US-Außenministerium auf X mit. Mit dem Geld würden unter anderem »bis zu drei Monate Nothilfe mit Lebensmitteln für bis zu 10.000 von Überschwemmungen betroffene Haushalte« finanziert.

Am Mittwoch hatte nach bisherigen Erkenntnissen des geologischen Dienstes der USA ein Gletscherabbruch im Grenzgebiet zwischen Nepal und China eine Sturzflut ausgelöst. Diese hatte sich anschließend durch den Bhotekoshi von nepalesischem Territorium aus über den Südwesten Tibets zurück nach Nepal ihren Weg gebahnt und dabei massive Schäden verursacht.

Chinesische Experten haben sich dieser Erklärung inzwischen angeschlossen. Die Experten seien zu dem Schluss gekommen, dass ein Gletscher an der Südflanke des Langtang Lirung in Nepal abgebrochen sei und eine Lawine aus Eis und Gestein ausgelöst habe, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zeit.de — der Inhalt gehört Die Zeit.

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