Nach Nationenwechsel - Bundesliga-Star in Afrika gefeiert
Er zählt zu Leipzigs Lichtblicken im durchwachsenen Saisonstart: Ezechiel Banzuzi (21) hat sich in seinem zweiten RB-Jahr in der Startelf des Bundesligisten festgesetzt. Der Mittelfeldmann überzeugt mit Leistungen – und steht folgerichtig auch vor dem Debüt im Nationalteam. Allerdings nicht für sein Geburtsland!
Anfang September gab Banzuzi den Nationenwechsel von den Niederlanden zum Kongo bekannt. Der Heimat seiner Eltern. Donnerstag (18 Uhr) gegen Äquatorialguinea und am 28. September in Simbabwe gehört er bei den Qualifikationsspielen für den Afrika-Cup erstmals zum Kader.
„Meine Familie hat sich sehr gefreut. Sie wollte ebenfalls, dass ich für den Kongo spiele, und hat mir bei dieser Entscheidung geholfen“, verrät Banzuzi den Klubmedien in einem Interview.
Der Bundesliga-Kicker gilt als große Verstärkung für das Land. Bei seiner Landung am Montagabend in Kinshasa wurde er von zahlreichen Fans euphorisch empfangen und mit Banzuzi-Sprechchören gefeiert.
Bereits im März hatte der zentralafrikanische Staat intensiv am Profi von RB Leipzig gebaggert. Banzuzi erhielt eine Einladung für die U23 des Kongos , sagte aber ab und lief weiter für Hollands U21-Auswahl auf.
„Ich habe gemeinsam mit meiner Familie viel darüber nachgedacht. Schon vor der Weltmeisterschaft hatte ich mich eigentlich für den Kongo entschieden“, erklärt Banzuzi.
Den entscheidenden Impuls gab das starke Auftreten der „Leoparden“ bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko. Das Team erreichte erstmals die K.‑o.‑Phase und musste sich dort im Sechzehntelfinale nur knapp gegen England geschlagen geben (1:2).
Banzuzi: „Ich war beeindruckt davon, wie weit sie gekommen sind. Das hat meine Entscheidung sicherlich auch ein Stück weit beeinflusst. Aber ich wusste schon vorher, dass sehr viel Potenzial in dieser Mannschaft steckt.“
Bereits vor der WM hatte der Kongo beim Afrika-Cup überzeugt, Algerien im Achtelfinale einen harten Kampf geliefert und erst in der Verlängerung mit 0:1 verloren
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