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Kultur

Justiz: Austausch in Spanien soll Gewaltschutz besser machen

Stern ·
Justiz: Austausch in Spanien soll Gewaltschutz besser machen

Hessens Justizminister Heinz will diese Woche in Madrid mehr darüber erfahren, wie Spanien seine Frauen vor Gewalt schützt.

Die Erkenntnisse sollen den Gewaltschutz in Hessen verbessern helfen.

Wie schützt Spanien seine Frauen vor Gewalt - und was kann Hessen daraus lernen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer dreitägigen Delegationsreise von Hessens Justizminister Christian Heinz (CDU) in dieser Woche in die spanische Hauptstadt Madrid.

Nach der Einschätzung von Heinz verzeichnete Spanien beim Gewaltschutz von Frauen Erfolge. „Dabei spielen eine Reihe von Faktoren eine Rolle, beispielsweise die Gesetzgebung, aber auch der institutionenübergreifende Ansatz.“ In Madrid sind mehrere Treffen mit Staatsanwältinnen und Expertinnen für den Opferschutz geplant.

Spanien hat den Schutz von Frauen vor Gewalt in Paarbeziehungen seit dem umfassenden Gewaltschutzgesetz von 2004 ausgebaut.

Seit Beginn der Maßnahmen lässt sich laut Statistik kein eindeutiger Rückgang der Kriminalität von Partnern oder Ex-Partnern gegen Frauen feststellen, die jährlichen Todeszahlen schwanken zwischen 76 im Jahre 2008 und 48 im vergangenen Jahr.

Damals wurden beispielsweise Sonderstaatsanwaltschaften mit Zuständigkeit für Gewalt gegen Frauen geschaffen, die sich mit Strafsachen und bestimmten zivilrechtlichen Fragen befassen und für die Anordnung von Schutzmaßnahmen zuständig sind.

Spanien bündelt Informationen verschiedener Behörden Ergänzend wurde 2007 das System VioGén (Violencia de Genero/geschlechtsspezifische Gewalt) in Betrieb genommen, das Informationen verschiedener Behörden bündelt, das Risiko bewertet und abhängig von der Gefährdungslage polizeiliche Überwachung, Warnungen und Schutzmaßnahmen organisiert.

Ein Mann wird dort registriert, wenn zum Beispiel eine Anzeige wegen häuslicher Gewalt gegen ihn eingeht.

Eine weitere zentrale Vorkehrung ist die elektronische Überwachung von Kontakt- und Annäherungsverboten: Ein System mit den sogenannten elektronischen Fußfesseln wurde 2009 eingeführt.

Dabei muss der Gewalttäter eine Fußfessel tragen und die gefährdete Frau bekommt einen Tracker.

Das System registriert sowohl den jeweiligen Standort des möglichen Angreifers als auch den der Schutzperson.

Nähern sich Aggressor und Opfer einander an, wird ein Alarm ausgelöst.

Für die Fußfessel bedarf es einer richterlichen Anordnung.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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