Schwere Überschwemmungen in Vietnam: Tote bei Erdrutsch
In Vietnam haben heftige Regenfälle schwere Überschwemmungen ausgelöst. Bei einem Erdrutsch starben drei Menschen. Der Wetterdienst warnt vor weiteren Regenfällen.
Nach heftigen Regenfällen stehen Teile Vietnams unter Wasser. Mindestens drei Menschen starben bei Überschwemmungen. In den nördlichen Provinzen und rund um die Hauptstadt Hanoi wurden nach Angaben staatlicher Behörden fast 20.000 Häuser überflutet, Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.
Wie in vielen Teilen Südostasiens herrscht in Vietnam noch bis Oktober Monsunzeit. Drei Menschen starben dem Katastrophenschutz zufolge bei einem Erdrutsch in der Provinz Phu Tho östlich von Hanoi. Die Wassermassen überschwemmten den Angaben zufolge fast 25.000 Hektar Reisfelder und andere Anbauflächen. 15 Schulen wurden überflutet, in der schwer betroffenen Provinz Thanh Hoa fiel der Unterricht aus.
Auch der Verkehr ist durch die Regenfälle stark eingeschränkt. Erdrutsche blockierten Straßen und wichtige Fernverkehrsverbindungen, an mehreren Stellen stand die Bahnstrecke quer durchs Land bis zu einem Meter unter Wasser. Mehrere Flüsse erreichten gefährliche Pegelstände.
Allein in Hanoi wurden mehr als 600 Häuser überflutet. Nach starken Regenfällen seit Donnerstag standen Straßen teilweise mehr als zwei Meter unter Wasser. Anwohner nahmen Boote, um vorwärtszukommen. In einigen Vierteln retteten sich Bewohner und Ladenbesitzer in obere Stockwerke.
Entspannung ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Das Wetteramt rechnete mit weiteren Regenfällen. Überschwemmungen, Erdrutsche und tropische Wirbelstürme haben in den vergangenen Jahren immer wieder große Schäden verursacht. Vietnam gehört zu den Ländern, die besonders stark vom Klimawandel und dessen Folgen betroffen sind.
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