Pulitzerpreis für Pele? - Darum will Wollitz ein Buch schreiben
Wundertüte Energie Cottbus! Der Zweitliga-Aufsteiger überraschte mit einem 3:0-Sieg in Karlsruhe – und Trainer Claus-Dieter Wollitz (61) danach mit einer ganz neuen Ankündigung.
Weil der Coach mit Dominik Pelivan und Moritz Hannemann erneut zwei Spieler einwechselte, die danach ein Tor schossen bzw. vorlegten, wurde er auf der Pressekonferenz gefragt, ob das ein Schlüssel für sein Team sei. Wollitz entgegnet dem Journalisten gereizt: „Das sag’ ich doch seit Jahren, trotzdem hören Sie mir ja nicht zu. Es ist die einzige Möglichkeit für uns, manchmal anders aufzustellen.“
Heißt: Der Trainer-Vulkan lässt extra Spieler bei Energie Cottbus draußen, mit denen er die sportliche Wende später schaffen kann. „Wenn ich Tolcay Cigerci nicht von Anfang an bringe, müsste ich sofort entlassen werden, heißt es dann. Wie kann ich es mir erlauben, diesen Spieler auf die Bank zu setzen? Von daher weiß ich, es einzuordnen. Wichtig ist, dass es die Mannschaft versteht.“
Dann kommt Wollitz mit seiner Ansage: „Alles andere werde ich dann mal irgendwann in mein Buch schreiben. Wie die Schlauen sich da immer über Fußball unterhalten. Die wissen doch gar nicht, wie eine Mannschaft in der Woche zu begleiten ist und dementsprechend unterstützt werden sollte. Sie schreiben doch dann immer, das und das ist alles falsch – ohne irgendwelche Hintergründe zu wissen.“
Der Zweitliga-Coach will also selbst zum Autor werden, weil ihm sonst keiner zuhört oder seine Ausführungen richtig zu Papier bringen kann. Gut, dass Wollitz tatsächlich ein goldenes Händchen hat – zumindest an der Seitenlinie. In fünf Spielen kommen seine eingewechselten Spieler auf neun Torbeteiligungen – Zweitliga-Spitze vor Frank Schmidt (Heidenheim/7).
Aber kann Pele tatsächlich auch einen Bestseller hinlegen oder gar den Pulitzerpreis abräumen? Vielleicht gibt's irgendwann die Auflösung …
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