Extremwetter in Spanien: Evakuierungen in Spanien wegen Waldbrands und Überschwemmungen
In der spanischen Region Valencia hat sich ein Waldbrand weiter ausgebreitet. Rund 1.000 Menschen der Gemeinde Gátova mussten in Sicherheit gebracht werden. Für Menschen ohne eigenes Fahrzeug seien Busse bereitgestellt worden, sagte der Katastrophenschutzminister der Autonomen Region Valencia, Juan Carlos Valderrama.
Das Feuer in der Region Valencia soll am späten Donnerstagabend durch einen Blitz ausgelöst worden sein. Das Feuer breitete sich im Naturpark der Sierra Calderona Richtung Gátova weiter aus. An den schwierigen Löscharbeiten in dem unwegsamen Gelände waren die Militärische Kriseneinheit UME, zahlreiche Feuerwehren sowie Löschhubschrauber und Löschflugzeuge im Einsatz. Trotzdem waren bis Freitagabend mehr als 400 Hektar verbrannt und das Feuer noch nicht unter Kontrolle gebracht worden.
Normalerweise habe Gátova nur etwa 450 Einwohner, doch in den Sommermonaten verdopple sich die Zahl durch Urlauber, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass die Flammen in bebautem Gebiet schon in die Nähe von Gebäuden gekommen waren. Am Freitag lag dichter Rauch über dem kleinen Ort.
Nach Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission sind bei 425 Waldbränden in diesem Jahr in Spanien bereits mehr als 297.000 Hektar verbrannt, eine Fläche, die etwa der des Saarlands entspricht.
Unterdessen gab es weiter nördlich an der Costa Dorada drei Verletzte, als in dem Ort Roda de Berà bei Tarragona eine Mauer infolge heftiger Regenfälle umstürzte, wie die Feuerwehr mitteilte. In der katalanischen Region wurden bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter in wenigen Stunden gemessen. Rund 300 Menschen mussten nach Behördenangaben von einem Campingplatz in Sicherheit gebracht werden. Viele Straßen in der Region standen unter Wasser und auch der Zugverkehr war betroffen.
Erst vor einer Woche waren durch schwere Regenfälle im Nordwesten Spaniens Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst worden. Zwei Frauen kamen bei dem Unwetter ums Leben.
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