Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: Institut erwartet Verlust von 350.000 Jobs bis Ende 2027
Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland soll laut einer Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) trotz des vorausgesagten Wirtschaftswachstums weiter sinken. Das Nürnberger Institut erwartet nach eigenen Angaben in diesem Jahr einen Abbau von 210.000 Stellen. 2027 dürften demnach weitere 140.000 Stellen entfallen. »2026 wird das erste Jahr seit der Weltfinanzkrise 2009 sein, in dem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nicht mehr wächst«, sagte Enzo Weber, der Leiter des zuständigen Forschungsbereichs am IAB.
Die Erwartung steht im Kontrast zu jüngsten Schätzungen der Konjunktur. Das IAB erwartet in diesem Jahr ein Wachstum von 1,2 Prozent und 2027 von 1,0 Prozent. Eine Gruppe führender Wirtschaftsinstitute erwartet für das laufende Jahr 1,3 Prozent Wachstum und damit mehr als doppelt so viel wie in einer Schätzung vom Frühjahr.
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