Vorgänger Werner scheiterte regelmäßig - Topspiel-Druck für Demichelis
Der Druck für RB Leipzig und Trainer Martin Demichelis (45) ist nach dem 5:0 gegen den HSV deutlich geringer. Und dennoch wird es am morgigen Sonntag (15.30 Uhr) in Leverkusen für den Argentinier wieder ernst: Er und sein Team stehen vor der Topspiel-Prüfung!
Hintergrund: Vorgänger Ole Werner (38) beendete die Saison zwar auf Platz drei. Doch gegen Teams aus den Top sechs war die Bilanz katastrophal: nur acht von 30 Punkten. Vor allem gegen Meister Bayern (0:6, 1:5) und den Sonntagsgegner Leverkusen (1:3, 1:4) war die junge Truppe chancenlos.
Ein Fakt, der auch intern stark bemängelt wurde – und den Demichelis zwingend ändern soll. Doch ist sein Team schon so weit? Die letzten Auswärtsauftritte in Bremen (1:3) und Como (1:4) sorgen im Vergleich zu den Spielen im eigenen Stadion für Zweifel.
„Wir können nicht die Mannschaft der zwei Gesichter sein“, sagt Demichelis mit Blick auf die letzten Spiele. Und betont: „Jetzt haben wir die Möglichkeit, eine gute Mannschaft zu schlagen. Das ist der richtige Moment gegen den richtigen Gegner. Ich bin positiv gestimmt.“
Nach dem erlösenden Sieg gegen den HSV konnte der frühere Weltklasseverteidiger sein Team eine ganze Woche auf das Duell beim Werksklub vorbereiten.
Demichelis: „Wir haben die Fehler korrigiert, haben in Bremen und Como zu einfache Tore bekommen. Wir haben Szenen analysiert, viele Gespräche geführt.“
Dass er dabei die Ausfälle von Assan Ouédraogo (20/Schulter-OP) und ganz frisch auch noch Marc Guiu (20/Oberschenkel) verkraften musste, tat weh. „Ich habe großes Vertrauen in den Kader. Wir sind gut – auch um das Spiel zu gewinnen. Und mein Ziel ist es, diese Überzeugung auch den Spielern zu geben“, betont er.
Ob das auch ankommt? Fakt ist: Am Ende zählen nur Ergebnisse – weiß auch Demichelis. Er gibt zu: „Ich könnte Stunden sprechen, aber nur mit Worten schaffen wir es nicht ...“
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