Attacken, die Angst machen - Betrüger wissen plötzlich ALLES über Ihren Urlaub!
Die große Frage: Sind Online-Buchungen bei Airbnb, Booking.com und Co. überhaupt noch sicher?
Das Merkwürdige: Die Nachricht enthielt die Bezeichnung „apartments with stunning ocean view“ – genau die Beschreibung, die auf Booking.com verwendet wird. Auf Airbnb war dieselbe Unterkunft dagegen anders inseriert. Der Airbnb-Host bestätigte inzwischen selbst: Die Nachricht war ein Phishing-Versuch.
Besonders beunruhigend: Die Betrüger verfügten offenbar über echte Buchungsinformationen. Damit unterscheiden sich solche Nachrichten deutlich von den klassischen Spam-Mails mit schlechtem Deutsch und offensichtlichen Fehlern.
Denn die Daten müssen nicht zwingend direkt von Airbnb stammen. Von einem Datenleck, das die Plattform bekannt geben müsste, ist nichts bekannt.
Im April 2026 informierte Booking.com Kunden darüber, dass Unbefugte auf Buchungsinformationen bestimmter Reservierungen zugreifen konnten. Betroffen waren laut den Mitteilungen unter anderem Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Buchungsdetails. Anschließend berichteten zahlreiche Betroffene über Phishing-Nachrichten mit exakt diesen Informationen.
Auf Anfrage der Verbraucherzentrale NRW teilte Booking.com mit, „dass es keinen Zugriff auf Passwörter von Nutzeraccounts, Zahlungsdetails oder Finanzinformationen von Kunden gab“. Die Frage, wie viele Buchungen betroffen sind, hat Booking.com nicht beantwortet.
Viele Vermieter bieten ihre Wohnungen gleichzeitig auf mehreren Plattformen an. Die Buchungen werden anschließend oft über externe Verwaltungsprogramme oder eigene Buchungssysteme organisiert. Dort landen Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Reservierungsdaten der Gäste.
Genau dort könnten Kriminelle die Daten abgegriffen haben. Oder ein Datenleck beim Vermieter? Porwols Airbnb-Host erwähnt davon auf Nachfrage nichts. Klar ist: Wie die Daten konkret abgeflossen sind, lässt sich in diesem Fall schwer nachvollziehen. Der BILD‑Reporter: „Ich bekomme dauernd Phishing-Nachrichten. Haben die Betrüger vielleicht auch meine Bankdaten?“
Tatsächlich warnen Cyber-Sicherheitsforscher vor einer neuen Generation von Reise-Betrugsmaschen. Sie sagen: Betrüger führen Reservierungsdaten, Telefonnummern und persönliche Angaben aus unterschiedlichen Quellen zusammen. Dadurch wirken die Nachrichten erschreckend echt.
Lange galt: Wenn jemand meine genaue Reise kennt, wird die Nachricht schon echt sein. Genau diese Regel scheint nicht mehr zu gelten.
Wählen Sie (wenn möglich) „Zahlung in der Unterkunft“. Oder: Nutzen Sie ausschließlich die Zahlungsmöglichkeiten innerhalb der Buchungsplattform. Bekommen Sie nach Ihrer Buchung eine Mitteilung, dass etwas nicht funktioniert hat, wenden Sie sich an den Kundenservice der Buchungsplattform oder telefonisch an die gebuchte Unterkunft.
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