„Aufforderung zu Korruption“: Vier Jahre Haft nach Auftritt für iranische Sängerin
Eine iranische Sängerin wurde nach einem Konzert in Teheran zu vier Jahren Haft verurteilt.
Die Begründung kritisiert sie scharf.
Im Iran ist eine Sängerin nach einem Konzertauftritt zu vier Jahren Haft verurteilt worden.
Sicherheitskräfte hatten die Veranstaltung in der Hauptstadt Teheran Ende Februar aufgelöst und die Sängerin Hiwa Sefisadeh festgenommen, wie das Portal „Khabaronline“ berichtete.
Dem Bericht zufolge gab es unterschiedliche Darstellungen darüber, ob das Konzert genehmigt worden war.
Auch das Kulturhaus habe seine Aktivitäten danach eingestellt.
Auf Instagram äußerte sich Sefisadeh am Mittwoch knapp ein halbes Jahr nach der Veranstaltung erstmals öffentlich. „Seit Jahren bin ich im Bereich der iranischen Musik tätig, singe und unterrichte“, sagte sie.
In all diesen Jahren habe Sefisadeh trotz vieler Probleme und Einschränkungen einfach nur versucht, ihre Arbeit zu machen.
Sie sei nun wegen „Aufforderung zu Korruption und Prostitution“ zu vier Jahren Haft verurteilt worden.
Sängerin kritisiert Urteil und will Berufung einlegen Auf einem Video ihres Instagram-Kanals ist zu sehen, wie die Sängerin mit einer Band mit klassischer persischer Musik performt.
Bei ihrem Soloauftritt singt sie einige Zeilen aus einem Gedicht des berühmten persischen Dichters Saadi. „Wie kann das Singen eines Gedichts von Saadi oder iranischer Gesang überhaupt als Aufforderung zu Korruption und Prostitution gelten?“, fragt Sefisadeh in ihrer Stellungnahme.
Mit ihrem Anwalt will sie das Urteil anfechten.
Der Fall erinnert an ein Justizverfahren Ende 2024.
Damals war die Sängerin Parastu Ahmadi nach einem virtuellen Konzert inhaftiert worden.
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