Wo die Stellen wegfallen - Deutscher Internet-Gigant baut 800 Jobs ab
Montabaur – Ein deutscher Internet-Konzern gibt fast 100 Millionen Euro für einen großen Stellenabbau aus. Die United Internet AG will insgesamt 800 Jobs bei ihren Tochterfirmen 1&1 und Ionos streichen. Grund sind interne Umstrukturierungen, u. a. sollen die Hierarchien flacher werden, andere Arbeitsplätze werden durch den vermehrten Einsatz von KI ersetzt.
Von seinen Plänen berichtete der Konzern via Pressemitteilung vom 10. September. Mit dem Abbau der Jobs und der Änderung der internen Strukturen will der Konzern seine Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit stärken. Beide Tochterfirmen planen ein Freiwilligenprogramm für die Mitarbeiter, um den Ausstieg zu erleichtern.
Die Umstrukturierung soll das Unternehmen einmalig 95 Millionen Euro kosten. Die Kosten sollen durch zukünftige jährliche Einsparungen von rund 55 Millionen Euro schnell wieder eingeholt werden. Das Geld soll in die Weiterentwicklung des Unternehmens fließen.
Beim Internetprovider 1&1 soll der Geschäftskundenbereich Versatel mit Hauptsitz in Düsseldorf umstrukturiert werden. Von 1350 Vollzeitkräften sollen nur 1000 übrig bleiben. Die Hierarchien sollen flacher werden, vor allem Führungskräfte sind offenbar vom Stellenabbau betroffen. 60 Millionen Euro soll die Umstrukturierung kosten, Freiwilligenprogramme und Altersteilzeit sollen Mitarbeitern den Ausstieg attraktiv machen. Geplante Einsparung pro Jahr: 25 Millionen Euro.
Die Webhosting-Firma Ionos mit ihrem größten Standort in Karlsruhe will 450 von 3800 Vollzeitstellen streichen. Hier soll vermehrt Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt werden, schon bestehende technische Plattformen werden zusammengeführt. Der Stellenabbau betrifft Arbeitsplätze im In- und Ausland, auch hier soll es ein Freiwilligenprogramm geben.
35 Millionen Euro soll die Umstrukturierung kosten. Ab nächstem Jahr sollen dadurch rund 30 Millionen Euro eingespart werden. Das Geld soll unter anderem in den Ausbau von KI fließen.
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