Interview mit Elif Eralp: "Wenn die Linke an die Regierung kommt, wird vergesellschaftet"
In der jüngsten Umfrage zur Berlin-Wahl am kommenden Sonntag liegt die Linke vorn, eine Mehrheit für Linke, SPD und Grüne ist realistisch. Trotzdem muss Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp bangen: Die SPD stellt sich gegen die angestrebte Verstaatlichung von Wohnkonzernen. "Aus meiner Sicht muss der Spitzenkandidat der SPD seine Position überdenken, nicht ich", sagt Eralp dazu. Über die immer wieder auftretenden Vorfälle von exzessivem Israel-Hass in ihrer Partei sagt sie, da gehe es um Einzelfälle. "Wir als Partei sind da völlig klar: Wir stehen für den Schutz von jüdischem Leben genauso wie für den Schutz von palästinensischem und muslimischem Leben."
ntv.de: Sie leben seit 16 Jahren in Berlin - für viele Alteingessene ist das zu kurz, um eine Zugezogene als Berlinerin zu akzeptieren. Fühlen Sie sich als Berlinerin?
Elif Eralp: Auf jeden Fall, auch wenn ich die längste Zeit meines Lebens in Hamburg gelebt habe. Aber dort bin ich kaum noch. Ich fühle mich wirklich durch und durch als Berlinerin: Hier habe ich meinen Mann kennengelernt, meine Kinder bekommen und bin angekommen, wo ich bleiben möchte.
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