Montag, 12. Oktober 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Aktuell

Trump muss CNN und Co. wieder ins Weiße Haus lassen

ZDFheute ·
Trump muss CNN und Co. wieder ins Weiße Haus lassen

Die US-Regierung muss mehreren Medien vorerst wieder Zugang zum Weißen Haus gewähren. Ein Bundesgericht kippte den von US-Präsident Trump verfügten Ausschluss von CNN und Co.

Ein US-Bundesgericht hat die von Präsident Donald Trump verhängte Sperre für Journalisten der Medienhäuser CNN, MS NOW und "Politico" für das Weiße Haus aufgehoben. Der Ausschluss der drei Medien sei wahrscheinlich verfassungswidrig, erklärte Bezirksrichter Tim Kelly am Donnerstag.

Die Entscheidung ist ein schwerer Rückschlag für Trump in seinem Konflikt mit der Presse.

Der Entzug der Presseausweise der betroffenen Journalisten sei ohne verfassungsrechtlich angemessenes Verfahren erfolgt, hieß es in der einstweiligen Verfügung. Allgemeine Regel sei es, dass "Personen eine Benachrichtigung und die Möglichkeit zur Anhörung erhalten müssten, bevor ihnen die Regierung ein verfassungsrechtlich geschütztes Interesse entzieht".

Die einstweilige Verfügung gilt zunächst für 14 Tage. Solche Anordnungen dienen üblicherweise dazu, den Status quo zu wahren, bis das Gericht den Fall eingehender geprüft hat.

Trump hatte am vergangenen Freitag erklärt, dass den drei Medien ab sofort der Zugang zum Weißen Haus verboten sei, weil sie "Fiktion und Lügen" verbreiten würden. Anwälte des Justizministeriums hatten die Sperre mit der nationalen Sicherheit begründet.

Kritiker werten Trumps Vorgehen als Angriff auf die in der US-Verfassung verankerte Pressefreiheit und offensichtlichen Versuch, kritisch berichtende Medien einzuschüchtern.

Am Samstag blieb Journalisten aller drei Medienhäuser nach deren Angaben der Zugang zum Gelände des Weißen Hauses versperrt. Trump drohte zudem damit, das Verbot auf andere Medien auszuweiten.

In der Folge zogen CNN, MS NOW und "Politico" vor Gericht. Andere Medien solidarisierten sich mit den geschassten Journalisten. Die engmaschige TV-Begleitung auf Terminen und Reisen Trumps, die über ein Rotationsprinzip großer Fernsehsender geregelt ist, wurde von diesen gestoppt - als Protestaktion, weil CNN Teil dieses sogenannten Pools ist.

In einer gemeinsamen Stellungnahme der TV-Sender hieß es, die Öffentlichkeit habe ein grundlegendes Interesse daran, unabhängige Informationen über ihre Regierung zu erhalten. Keine Regierung solle Medien einschränken, nur weil ihr deren Berichterstattung missfalle.

Bemerkenswert ist, dass die Erklärung von allen fünf TV-Sendern im Pool kam - und damit auch von Fox News. Das ist eigentlich Trumps Lieblingssender, der häufig wohlwollend über ihn berichtet und ihm sehr viel Platz im Programm einräumt.

Auch andere Medien wie die "New York Times", die "Washington Post" oder die Nachrichtenagentur Associated Press stellten sich öffentlich auf die Seite der drei Medienhäuser.

Trump geht in seiner zweiten Amtszeit mit zunehmender Härte gegen missliebige Medien vor. So verbot er im vergangenen Jahr der Nachrichtenagentur AP die Mitreise, weil sich diese geweigert hatte, den Golf von Mexiko als "Golf von Amerika" zu bezeichnen.

Journalisten beleidigt er häufig, wenn ihm die von ihnen gestellten Fragen nicht gefallen. Wohlwollende Berichterstattung wird dagegen ausdrücklich gelobt.

Vollständigen Artikel bei ZDFheute lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zdf.de — der Inhalt gehört ZDFheute.

Mehr von ZDFheute

Alle ansehen ›

Mehr in Aktuell

Alle ansehen ›