Laut Studie - Welches Training für welches Ziel am besten wirkt
Wer mit einem metabolischen Syndrom lebt, bekommt meist denselben Rat: mehr Bewegung. Doch nicht jede Trainingsform wirkt gleich gut. Welche Sportart sich für welches Ziel eignet, zeigt eine neue Metaanalyse aus China.
Forscher aus China werteten für die aktuelle Analyse 53 Studien mit 2948 Teilnehmern aus und verglichen zehn Trainingsformen. Beim metabolischen Syndrom treten mehrere Risikofaktoren zusammen auf: Bauchfett, Bluthochdruck sowie erhöhter Blutzucker oder ungünstige Blutfettwerte. Das erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Besonders gut schnitt die Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining ab. Sie zeigte die stärksten Effekte auf BMI, Taillenumfang, LDL-Cholesterin und den Nüchternblutzucker. Die Autoren vermuten, dass sich beide Trainingsarten in ihrer Wirkung ergänzen.
Beim Körperfett lag dagegen hochvolumiges, hochintensives Intervalltraining (HIIT) vorn. Niedrigvolumiges HIIT erzielte die besten Ergebnisse beim Gesamtcholesterin, bei Triglyzeriden und beim unteren Blutdruckwert. Die Auswertung zeigt: Je nach Stoffwechselproblem wirkt ein anderes Training am besten.
Beim oberen Blutdruckwert sowie beim HDL-Cholesterin, dem sogenannten „guten“ Cholesterin, erzielten traditionelle chinesische Bewegungsformen wie Tai Chi, Qigong oder Baduanjin die besten Ergebnisse. Diese Übungen verbinden langsame Bewegungen mit kontrollierter Atmung und werden seit Jahren genutzt, um Beweglichkeit und Körperkontrolle zu fördern.
Die Forscher verglichen neben Ausdauer- und Krafttraining auch Yoga und verschiedene HIIT-Varianten. Erstmals wurden dabei zehn Trainingsformen gleichzeitig gegenübergestellt. So zeigt sich, welche Bewegung bei welchem Stoffwechselproblem am meisten bringt.
Trotz des großen Umfangs warnen die Autoren: Vorsicht bei den Ergebnissen. Die Qualität der ausgewerteten Studien war überwiegend niedrig oder sehr niedrig. Viele Studien hatten methodische Schwächen, für einige Trainingsformen lagen nur wenige Daten vor. Zudem wurden nur englisch- und chinesischsprachige Studien berücksichtigt.
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