Rotwein aus Hamburg?: Hamburg prüft Schritte gegen Traubendiebe im Weinberg
Im Weinberg an den Hamburger Landungsbrücken hätte die Ernte in diesem Jahr endlich wieder richtig gut ausfallen können.
Doch kurz vor der Lese wurden zu viele Trauben geklaut.
Nach der ernüchternden Traubenernte am Hamburger Weinberg Stintfang gibt es Überlegungen, die Rebstöcke während der Ernte zu schützen. „Ob es eine Möglichkeit für eine preiswerte mobile Maßnahme im Zeitraum vor der Ernte gibt, werden wir mit dem Bezirksamt Mitte abstimmen“, sagte eine Sprecherin der Hamburger Bürgerschaft.
Es seien bereits Netze angebracht worden, um Diebstahl zu unterbinden.
Einen festen Zaun solle es aber nicht geben.
Der Weinberg sei ein öffentlich zugänglicher Ort.
Im September hatten die ehrenamtlichen Stintfang-Winzer gemeinsam mit Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit gerade einmal 15,3 Kilogramm Trauben von den Rebstöcken geschnitten.
Wein aus sehr wenigen TraubenEigentlich waren deutlich mehr Ertrag und eine gute Ernte erwartet worden, doch kurz vor der Lese wurden noch sehr viele Trauben geklaut.
Also konnten die Stintfang-Winzer nur wenige Rotwein-Trauben nach Stuttgart zu Winzerin Christel Currle fahren.
Dort werden die Trauben seit vielen Jahren zu Rotwein verarbeitet - wenn es die Erntemenge hergibt.
Die traurige Ausbeute hat Winzerin Christel Currle direkt gepresst und auf der Maische vergärt - also Saft und Traubenmatsch zusammen gären lassen. „Wir haben jetzt neun Liter Wein.
Nicht mehr und nicht weniger“, sagte die Winzerin der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg .
Der Wein werde nun noch durch natürliche Sedimentation gefiltert und dann abgefüllt.
Zuletzt war der Wein in 0,375-Flaschen abgefüllt worden.
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