Spanische Polizei: Meistgesuchter Drogenschmuggler Deutschlands festgenommen
Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben im andalusischen Málaga den meistgesuchten Drogenschmuggler Deutschlands festgenommen.
Beamten der Nationalen Polizei sei der Fahndungserfolg in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt (BKA) gelungen, teilten die spanische Polizeidirektion und das Innenministerium in Madrid am Dienstag mit.
Die Festnahme des Verdächtigen, bei dem es sich um einen Box- und Martial-Arts-Experten handeln soll, war demnach am 24.
August erfolgt.
Die deutschen Behörden hatten dem Ministerium zufolge wegen Drogenhandels und Bildung einer kriminellen Vereinigung einen europäischen Haftbefehl gegen den Mann erwirkt.
Ihm wird demnach der Schmuggel großer Mengen Drogen nach Deutschland vorgeworfen.
Die spanischen Behörden hatten vergangenes Jahr die Ermittlungen aufgenommen, nachdem sie die Information erhalten hatten, dass der mutmaßliche Drogenschmuggler womöglich nach Spanien geflüchtet sei.
Dort habe er zuvor ein Lager gehabt, aus dem Drogen über Frankreich nach Deutschland gebracht worden seien.
Um den Behörden zu entgehen, habe der Mann einige Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, erklärte das spanische Innenministerium .
So habe er alle zwei Monate seine Telefonnummer und alle drei Monate seine Identität geändert.
Außerdem habe er in der Vergangenheit einen Kurs für Cybersicherheit in der Türkei belegt, in dem er gelernt habe, wie er seine Ortung anhand moderner Technologien vermeiden konnte.
Um den Verdächtigen zu finden, machte die spanische Polizei zunächst den Aufenthaltsort seines Bruders ausfindig.
Nach tagelanger Beschattung mehrerer Orte hätten die Ermittler den Flüchtigen schließlich in Málaga im Auto seines Bruders entdeckt.
Das BKA äußerte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht zu dem Fall.
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