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Worum es geht - Schwere Vorwürfe gegen Fußball-Legende Eto’o

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Worum es geht - Schwere Vorwürfe gegen Fußball-Legende Eto’o

Diese Anschuldigungen gegen Samuel Eto’o (45) wiegen schwer! Die langjährige Fußball-Legende (u.a. Barça, Real und Inter) wird beschuldigt, rund 568.000 Euro veruntreut zu haben. Dieses Geld soll aus russischer Hand stammen. Das berichtet „The Times“. Die britische Zeitung habe demnach Rechnungen und Verträge eingesehen, aus denen Forderungen nach zwei Zahlungen in Höhe von rund 455.000 Euro und 113.000 Euro hervorgehen, die auf Eto’os Konto bei der Qatar National Bank in Doha eingezahlt worden sein sollen. Der Fußballpräsident Kameruns selbst bestreitet die Vorwürfe.

Hintergrund: Bei dem Geld, das angeblich auf sein persönliches Konto überwiesen wurde, handelte es sich um die Antrittsgebühr für ein Freundschaftsspiel zwischen Russland und Kamerun, das im Oktober 2023 in Moskau stattgefunden hat. Russland ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs von offiziellen Fifa- und Uefa-Wettbewerben ausgeschlossen. Kamerun war einer der namhafteren Gegner, die gegen Russland antraten. Die Partie barg also ohnehin politische Brisanz.

Ehemalige Führungskräfte vom kamerunischen Fußballverband, die nach eigenen Angaben von Eto’o aus der Organisation gedrängt wurden, sagten gegenüber der „Times“, dass der Verbleib des Geldes weiterhin ein Rätsel sei und dass sie bereits vor über einem Jahr formelle Beschwerden über sein Verhalten beim Ethikkomitee der Fifa eingereicht hätten. Seitdem hätten sie keinerlei Kommunikation mehr mit dem Ethikkomitee gehabt. Das werfe demnach die Frage auf: Wird Eto’o aufgrund seiner Unterstützung für Fifa -Präsident Gianni Infantino (56) geschützt?

Es gibt Nährboden für diese Vermutung. Neben Eto’os öffentlicher Unterstützung für Infantino spielt dabei auch die Fifa-Klage gegen die Uefa eine Rolle. Der Fifa-Präsident war wegen seines Plans, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, in die Kritik geraten. Die Uefa hat deshalb ein mögliches Strafverfahren gegen Infantino in der Schweiz angekündigt. Die Fifa schaltete daraufhin die US-Justiz ein und wirft der Uefa eine „Verleumdungskampagne“ vor. In der Fifa-Klage wird Eto’o als Unterstützer von Infantinos gescheitertem Investorenplan genannt.

Die Fifa betont aber die Unabhängigkeit Infantinos in Bezug auf die Untersuchung Eto’os von der Ethikkommission: „Der Fifa-Präsident hat keinen Einfluss auf die unabhängigen Fifa-Gremien. Die Fifa begrüßt legitime Kontrollen. Diese Kontrollen sind jedoch keine Lizenz, unbegründete Anschuldigungen gegen den FIFA-Präsidenten zu verbreiten.“

Der kamerunische Journalist Guibai Gatama war von 2021 bis 2022 selbst Teil der Führung des kamerunischen Fußball verbands, wurde aus den Gremien aber ausgeschlossen.

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