Herz und Seele - 10 Minuten Katze kuscheln – das passiert im Körper
Katzenbesitzer kennen es: Den Kopf ganz tief ins flauschige Fell gedrückt, ein tiefer Atemzug gefolgt von 700 Schmatzern – und schon fühlt sich die Welt ein kleines bisschen besser an. Aber was passiert dabei eigentlich im Körper? Eine Studie zeigt: Schon zehn Minuten mit der eigenen Katze können Gefühle und Herzschlag messbar verändern.
Für die kleine Untersuchung beobachteten Forscher der Tokyo University of Agriculture 32 Katzenhalter in Japan. Die Teilnehmer verbrachten an zwei verschiedenen Tagen jeweils zehn Minuten mit ihrer Katze . Einmal durften sie ganz normal mit ihrem Tier umgehen – also streicheln, spielen, füttern oder mit ihm sprechen. Beim anderen Termin waren Mensch und Katze zwar im selben Raum, sollten aber möglichst wenig miteinander interagieren.
Das Ergebnis klingt überraschend: Nach dem Kontakt mit der Katze fühlten sich die Teilnehmer weniger aufgewühlt. Gleichzeitig schlug ihr Herz während der zehn Minuten schneller. Die durchschnittliche Herzfrequenz stieg von rund 73,5 auf 79,2 Schläge pro Minute und sank anschließend wieder auf etwa 73,1. Auch der Teil des Nervensystems , der für Ruhe und Erholung sorgt (Parasympathikus), war weniger aktiv. Die Forscher vermuten deshalb, dass Kuscheln mit der Katze nicht einfach eine körperliche Entspannung auslöst. Vielmehr scheint der Kontakt den Körper kurz auf Trab zu bringen, während sich die Menschen selbst ruhiger fühlen.
Ob der Kontakt mit Katzen langfristig gesund ist, klärt die Studie nicht. Dazu braucht es größere Studien. Aber auch andere Tiere können offenbar kurzfristig auf unsere Stimmung wirken. Eine weitere neue Studie mit 61 Jugendlichen zeigte, dass schon drei Minuten mit Mini-Pferden und Mini-Eseln Jugendliche ruhiger, weniger nervös, traurig und einsam machten.
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