Saarburg: Wo ein Fluss mitten in der Altstadt 18 Meter in die Tiefe fällt
Saarburg hat einen Wasserfall: Inmitten von Fachwerkhäusern rauscht der Leukbach in die Tiefe.
Und hoch über dem Spektakel und den Weinbergen wacht eine Burg.
Berge und Flüsse, aber kein Wasserfall? Das muss nicht sein! Denn herabstürzende Fluten sehen nicht nur schick aus, sie sind auch praktisch: für die (Lösch-)Wasserversorgung zum Beispiel und als Antrieb für Mühlen.
Im 11. oder 12.
Jahrhundert entschieden die Bewohner von Saarburg , den Leukbach umzuleiten, um ihn mitten im Ortskern 18 Meter in die Tiefe rauschen zu lassen.
Und das tut er bis heute.
Ein Wasserfall inmitten einer Stadt ist selten.
In dem kleinen Ort in der Nähe von Trier kommt hinzu, dass sich der Leukbach unter zahlreichen Brücken wie in einem Canyon an den Fachwerkhäusern vorbeischlängelt.
Prima zu sehen ist das von den Cafés und Restaurants aus, die den Buttermarkt und die angrenzenden Gassen säumen. Über dem Wasserfall thront die Saarburg In der früheren kurfürstlichen Mühle – dort, wo die Fluten einst halfen, Getreide zu mahlen – befindet sich heute das „Amüseum“, ein Museum für Stadtgeschichte und traditionelle Handwerksberufe.
Besucher erhalten unter anderem Einblicke in das Handwerk von Druckern, Gerbern, Schustern, Schiffern und Glockengießern.
Eine besondere Attraktion wartet im Keller: Dort ist eine historische Elektroturbine zu sehen, die seit 1935 zur Stromversorgung des Marktbereichs beiträgt.
Sie gilt als eine der ältesten noch in Betrieb befindlichen Anlagen dieser Art.
Oberhalb der Altstadt thront die Saarburg.
Die mittelalterliche Festung stammt in ihren Ursprüngen aus dem 10.
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