Nach Kritik an neuem Posten : Nouripour verteidigt Spahn: "Er muss ja was arbeiten"
Die Leihmutter-Affäre kostet Jens Spahn den Fraktionsvorsitz. Sein neuer Job: Mitglied des Haushaltsausschusses. Aus der Opposition hagelt es dafür Kritik. Ausgerechnet Grünen-Politiker Omid Nouripour zeigt sich dagegen pragmatisch und begrüßt sogar Spahns neue Aufgabe.
Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour sieht es pragmatisch, dass der zurückgetretene Unionsfraktionschef Jens Spahn nun Mitglied im Haushaltsausschuss des Parlaments ist. "Er muss ja was arbeiten, und dementsprechend ist es gut, dass er in dem Ausschuss sitzt und da auch was leistet", sagte der Grünen-Politiker in der ARD-Sendung "Maischberger". Er betonte zugleich mit Blick auf Spahns Rücktritt: "Ich glaube, dass es Konsequenzen geben musste, nachdem das Vertrauen so aufgebraucht war."
Der CDU-Politiker hatte den Fraktionsvorsitz aufgegeben, nachdem er publik gemacht hatte, dass er und sein Mann mithilfe einer Leihmutter in den USA ein Kind bekommen haben. Dieses Vorgehen wurde auch in der Union kritisiert, da Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist und die CDU sich gegen eine Legalisierung ausspricht. Spahn entschuldigte sich und räumte Fehler ein.
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