Sinkende Nachfrage nach Bier: Warsteiner streicht etwa jede sechste Stelle
Und das Thema soll Lust machen auf ein leckeres Bierchen? Wohl kaum: Bei Warsteiner setzt das Management den Rotstift an.
Dabei hatte es doch erst im Mai zwei andere harte Maßnahmen verkündet.
Der schwächelnde Bierabsatz führt bei der Warsteiner -Brauerei zu einem herben Personalabbau.
Wie die Haus Cramer Gruppe als Eigentümer der Brauerei mitteilte, sollen bis Jahresende 125 Arbeitsplätze wegfallen.
Die Anzahl der Jobs wird dadurch auf rund 600 sinken.
Damit schrumpft der Bierkonzern weiter.
Im Sommer schloss die Haus Cramer Gruppe ihre Brauerei in Herford, außerdem wurde der Verkauf der Paderborner Brauerei eingeleitet.
Von diesen beiden Maßnahmen waren insgesamt 211 Arbeitskräfte betroffen.
Damals hieß es, man konzentriere die Bierproduktion auf den Stammsitz in Warstein .
Die Biermarken Herforder und Paderborner bleiben zwar erhalten, deren Bierproduktion wird aber verlagert: Herforder wird schon jetzt in Warstein gebraut und Paderborner soll dort gebraut werden, wenn der Standort Paderborn verkauft oder - sollte sich kein Käufer finden - geschlossen worden ist.
Personal wurde in Warstein wegen des Herforder-Bierbrauens nicht aufgebaut - im Gegenteil, es wird nun abgebaut.
Die bisherigen Schritte tragen Firmenangabe zufolge zwar zu einer Entlastung bei.
Wegen des schwierigen Marktumfeldes seien aber zusätzliche Maßnahmen erforderlich, „um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig auszubauen“.
Konzernchef übernahm erst im Juli das Ruder An geplanten Investitionen halte man fest, etwa für eine Entalkholisierungsanlage für alkoholfreies Bier - dieses Getränk wird bislang in Paderborn hergestellt, aber der Standort soll ja verkauft werden.
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