Illegale Online-Casinos: BGH prüft Erstattung von Verlusten bei Online-Glücksspielen
Tausende glücklose Spieler fordern von Online-Casinos Geld zurück.
Im Streit über die Rückzahlungen bei unerlaubten Glücksspielen im Netz könnte eine Entscheidung mit Signalwirkung bevorstehen.
Können glücklose Spielerinnen und Spieler ihre Verluste aus verbotenen Online-Glücksspielen zurückfordern? Diese Frage könnte bald der Bundesgerichtshof (BGH) final klären.
Das höchste deutsche Zivilgericht verhandelte am Donnerstag über eine Klage gegen den Anbieter Tipico Games.
Es handelt sich um ein Leitentscheidungsverfahren, das auf Tausende Klagen Auswirkungen haben könnte.
Wann ein Urteil fällt, blieb zunächst offen.
Bis vor fünf Jahren waren Online-Glücksspiele in Deutschland verboten - mit Ausnahme von Schleswig-Holstein, das den Markt schon früher geöffnet hatte.
Im Juli 2021 wurde das Totalverbot aufgehoben.
Anbieter können seitdem bei der zuständigen Behörde entsprechende Lizenzen erwerben.
Dabei gelten strenge Regeln zum Schutz der Spielerinnen und Spieler.
Der Kläger hatte zwischen Dezember 2020 und September 2022 an Online-Casinospielen von Tipico Games teilgenommen.
Tipico hatte in diesem Zeitraum eine Lizenz der Glücksspielbehörde Maltas, aber keine Erlaubnis in Deutschland.
Der Kläger sagt, er habe nicht gewusst, dass die Spiele verboten waren.
Vor Gericht verlangt er eine Rückzahlung von Verlusten von rund 10.000 Euro.
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