Dienstag, 1. September 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Deutschland

Corona oder Corona-Impfung schuld? - Es sterben immer noch mehr Menschen als früher

Bild ·
Corona oder Corona-Impfung schuld? - Es sterben immer noch mehr Menschen als früher

Die Corona-Pandemie ist seit Jahren vorbei. Trotzdem sterben in vielen Ländern Europas noch immer mehr Menschen, als es früher zu erwarten war. Fachleute nennen das Übersterblichkeit. Zwei Untersuchungen geben nun eine überraschende Erklärung.

Die erste ist eine noch nicht veröffentlichte Analyse des Max-Planck-Instituts in Rostock, gemeinsam mit Forschern aus Oxford und Cambridge. Sie haben Daten aus 34 Ländern ausgewertet – die WELT durfte sie vorab einsehen. Das Ergebnis: In Deutschland starben die Menschen Ende 2024 rechnerisch fast ein halbes Jahr früher als erwartet. In Frankreich fehlten 0,59 Lebensjahre, in den Niederlanden sogar 1,08 Jahre.

Noch drastischer war der Einbruch in Osteuropa: In Polen, Bulgarien und der Slowakei sackte die Lebenserwartung im Katastrophen-Winter 2021 um bis zu vier Jahre ab. Heute haben diese Länder aber praktisch keine messbare Übersterblichkeit mehr. Dort wurde weniger geimpft. Ist also die Impfung schuld?

Max-Planck-Forscher Jonas Schöley verneint das gegenüber der WELT klar. Der Grund sei nüchtern: In Osteuropa starben während der schweren Wellen besonders viele alte und kranke Menschen. In Bulgarien fehlten Ende 2022 rund 3,4 Prozent der über 65-Jährigen – etwa einer von dreißig. Danach gab es weniger Todesfälle.

Fachleute nennen das den „Ernte-Effekt“. Zur WELT sagt Schöley: „Nun wird es ebenfalls dauern, bis sich die Lebenserwartung nach Corona neu einpendelt.“ Mit versteckten Impfschäden habe das „nichts zu tun“.

Das bestätigt eine zweite, bereits veröffentlichte Studie aus Frankreich. Forscher verglichen die Daten von mehr als 27 Millionen Menschen. Geimpfte starben 74 Prozent seltener an schwerem Corona – und insgesamt war ihre Sterblichkeit sogar um 25 Prozent niedriger. In der Studie heißt es: „Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der mRNA-Impfung und einer erhöhten Langzeit-Sterblichkeit erscheint höchst unwahrscheinlich.“

Das Fazit beider Forscherteams: Die Übersterblichkeit ist kein Impfschaden, sondern die Langzeitfolge des Virus selbst – kombiniert mit einer statistischen Verschiebung. Dort, wo viele Vulnerable früh starben, erholt sich die Lebenserwartung nun schneller. Dort, wo mehr gerettet wurden, dauert es länger.

Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!

Vollständigen Artikel bei Bild lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

Mehr von Bild

Alle ansehen ›

Mehr in Deutschland

Alle ansehen ›