Pädophilie-Drama „Gentle Monster“: Jella Haase möchte Tabus aufbrechen
Jella Haase verrät, wie sie hofft, mit dem Film „Gentle Monster“ Tabus aufzubrechen, und warum das Leben nicht nur schwarz oder weiß ist.
Grimme-Preisträgerin Jella Haase (33) ist ab dem 17.
September in „Gentle Monster“, dem neuesten Werk der österreichischen Autorenfilmerin Marie Kreutzer ("Corsage“, 49), auf Kinoleinwänden zu bewundern.
An der Seite der französischen Superstars Léa Seydoux (41) und Catherine Deneuve (82) verkörpert Haase Polizistin Elsa, die in pädokriminellen Netzwerken ermittelt.
Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verrät die ehemalige Chantal-Darstellerin aus den „Fack ju Göhte"-Filmen, wie sie Seydoux und Deneuve am Set erlebt hat, warum „Gentle Monster“ im Idealfall Tabus aufbrechen wird - und warum unser aller Leben nie nur schwarz und weiß daherkommen.
Frau Haase, wie kamen Sie zu „Gentle Monster"? Was hat Sie an dem Stoff gereizt? Jella Haase: Vor allem die Zusammenarbeit mit Marie Kreutzer .
Aber auch das Thema selbst hat mich interessiert.
Ich hatte schon einmal mit einer befreundeten Theaterregisseurin versucht, mich damit auseinanderzusetzen.
Es ist allgegenwärtig und zugleich stark tabuisiert.
Ich finde es wichtig, wenn Filme mutig sind, Fragen stellen und dorthin gehen, wo es unangenehm wird. „Gentle Monster“ ist ein kämpferischer Film.
Was hoffen Sie, könnte er im Idealfall auslösen? Haase: Ich hoffe, dass wir lernen, die Dinge klar zu benennen und sensibler für das Thema zu werden.
Im besten Fall hilft das, potenzielle Opfer zu schützen - also Kinder .
Wir müssen darüber sprechen, wie wir ihnen Grenzen vermitteln können.
Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen: Kinder können sich nicht selbst schützen.
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