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"Eine Politik der Angst": Razzia und Festnahmen bei LGBTQ-Vereinen in der Türkei

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"Eine Politik der Angst": Razzia und Festnahmen bei LGBTQ-Vereinen in der Türkei

Bei Razzien gegen LGBTQ-Vereine in der Türkei werden 162 Menschen festgenommen. Die Staatsanwaltschaft spricht von einer Aktion zum "Schutz der Familie" und gibt weitere homophobe Gründe für die Durchsuchungen an.

In der Türkei sind bei landesweiten Razzien gegen mehrere LGBTQ-Aktivistenvereine 162 Menschen festgenommen worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, seien zuvor Ermittlungen wegen "Vereinsgründung zum Begehen einer Straftat, Prostitution, Obszönität" sowie Drogenbesitz eingeleitet worden. Die Gruppe Kaos GL, die sich für die Rechte von Homo- und Bisexuellen, Transmenschen und queeren Personen (LGBTQ) einsetzt, erklärte auf der Plattform X, die Polizei sei in ihre Vereinsräumlichkeiten eingedrungen und habe Mitglieder des Vorstands festgenommen.

In der Erklärung der Staatsanwaltschaft hieß es laut Anadolu, es seien Beweise gefunden worden, wonach durch die Aktivitäten der Vereine Minderjährige in Bezug auf ihre sexuelle Orientierung und ihre Geschlechtsidentität beeinflusst würden. Die Operationen hätten das Ziel, zu verhindern, dass diese Aktivitäten in der Gesellschaft "als normal angesehen werden - zum Wohle der Kinder sowie zum Schutz der Institution der Familie und der gemeinsamen moralischen Werte."

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