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Brandbrief an von der Leyen - Wirtschaft warnt vor Chinas Firmenjägern

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Brandbrief an von der Leyen - Wirtschaft warnt vor Chinas Firmenjägern

Berlin/Brüssel – Hilferuf aus Europas Wirtschaft an die mächtigste Frau der EU: In einem Brandbrief an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) schlagen die führenden Mittelstandsverbände aus neun Ländern Alarm. Klare Botschaft: Die Industrie verliert an Boden, es droht massiver Job-Abbau. Die Unterzeichner verlieren aber auch die Geduld mit dem zahnlosen Auftreten Brüssels gegenüber China, dessen wirtschaftliche Expansion bei unseren Unternehmen für heftige Probleme sorgt!

In dem Brandbrief (liegt BILD vor) des europäischen Mittelstands-Dachverbands CEA-PME heißt es: „Die dramatisch steigenden Energiekosten , eine ungebremste Zunahme bürokratischer Belastungen und ein massiv unfairer internationaler Wettbewerb gefährden die Existenz der europäischen Industrieunternehmen.“

Doch es könnte noch schlimmer kommen! Firmenjäger aus Fernost wollen sich strategisch wichtige Firmen unter den Nagel reißen, warnt der Brandbrief. Dabei könnten sie die derzeitige Schwäche unserer Wirtschaft ausnutzen. Die Verbände fordern in ihrem Papier den „Schutz des europäischen Mittelstands vor feindlichen Übernahmen durch ausländische Investoren“. Es gebe eine „große Zahl aktueller und bevorstehender Unternehmensübergaben“.

Der wachsende Einfluss Pekings in z. B. kritischer Infrastruktur alarmiert bereits jetzt den Westen! US-Regierungsbeamte warnen: China nutze die Schiffe seiner Staatsreederei Cosco, die auch an einem Hafen-Terminal in Hamburg beteiligt ist, als schwimmende Spionage-Plattformen. Auch in strategisch wichtigen Hafen-Firmen in den Niederlanden, Belgien und Griechenland ist China investiert. Unter Sicherheitsexperten kursieren düstere Szenarien , Peking könne im Ernstfall ganze Anlagen bei uns abschalten.

Die USA gehen deshalb seit Jahren mit Investitionskontrollen und Exportbeschränkungen gegen chinesischen Einfluss vor. Das fordert nun auch die europäische Wirtschaft: „Wir müssen sicherstellen, dass die heutigen Schwierigkeiten der Unternehmen nicht zu den Abhängigkeiten von morgen werden“, heißt es in dem Papier.

Noch deutlicher wird der Chef des europäischen Dachverbands, Deutschlands Mittelstands-Boss Christoph Ahlhaus (57, Verband BVMW). „China kämpft mit harten Bandagen für seine Interessen. Dem darf Europa nicht länger mit Blauäugigkeit oder Weltverbesserer-Attitüde begegnen. Wenn wir nicht endlich anfangen, selbstbewusster und geschlossener aufzutreten, werden wir überrollt“, so Ahlhaus zu BILD.

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