Chlor für die Pflanzen - Kann man das Poolwasser im Garten entsorgen?
Ein Pool im Garten sorgt im Sommer für Abkühlung. Doch wenn das Becken geleert werden muss, stellt sich die Frage: Darf das Wasser zum Gießen genutzt werden? Das hängt vor allem davon ab, ob das Poolwasser Zusätze enthält.
Die Bewässerung von Rasen, Beeten oder Gemüsepflanzen ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, schreibt myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Laut NABU darf Poolwasser auf dem Grundstück versickern oder in Oberflächengewässer geleitet werden, wenn es aus der Trinkwasserleitung stammt, nicht genutzt wurde und frei von Zusätzen ist.
Eine Ausnahme bildet Berlin . Dort ist die Versickerung von Poolwasser auch außerhalb von Wasserschutzgebieten nicht erlaubt. Nach Angaben der Berliner Wasserbetriebe und der Senatsverwaltung gilt Poolwasser gemäß § 54 Wasserhaushaltsgesetz als Abwasser, weil sich seine Eigenschaften durch den Gebrauch verändert haben. Es muss daher über die Schmutz- oder Mischwasserkanalisation entsorgt werden, etwa über den Toiletten- oder Badewannenabfluss. Gibt es keinen öffentlichen Entsorgungsweg, muss ein Abwasserentsorger das Wasser abpumpen.
Wer Poolwasser auf dem Grundstück entsorgen darf, sollte es nicht auf einmal ablassen. Am besten verteilt man das Wasser langsam auf einer großen Fläche, damit es versickern kann. Wichtig ist, dass genügend Platz vorhanden ist und keine Nachbargrundstücke überflutet werden. Empfehlenswert ist, den Pool schrittweise über mehrere Tage zu entleeren.
Enthält das Wasser Chlor, Biozide oder andere Zusätze, darf es laut NABU nicht im Garten landen. In diesem Fall muss es über die Schmutz- oder Mischwasserkanalisation entsorgt werden. Nicht mehr benötigte Poolchemikalien gehören zudem als Problemabfall in die dafür vorgesehenen Sammelstellen. Der NABU appelliert deshalb an Poolbesitzer, verantwortungsvoll mit Wasser und Chemikalien umzugehen und den Pool nicht einfach abzulassen.
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