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Paris: Justiz ermittelt nach heimlichen Aufnahmen mit Smart Glasses

Der Spiegel ·
Paris: Justiz ermittelt nach heimlichen Aufnahmen mit Smart Glasses

Wegen heimlicher Filmaufnahmen von Frauen mit sogenannten Smart Glasses hat die französische Justiz Ermittlungen eingeleitet. Wie die Pariser Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte, gingen bereits mehrere »Strafanzeigen wegen Verletzung der Privatsphäre im Zusammenhang mit der Nutzung von Smart Glasses« ein. Angaben zum Hersteller der Brillen machte die Staatsanwaltschaft nicht.

Smart Glasses werden von verschiedenen Brillenherstellern in Kooperation mit Technologiekonzernen wie Meta oder Google angeboten. Sie sind unter anderem mit Kameras ausgestattet und können sich mit dem Internet verbinden. Neben Fotos und Videos sind oft auch Livestreams möglich. Allein eine High-Tech-Brille des Facebook -Mutterkonzerns Meta und des Herstellers Ray-Ban verkaufte sich 2025 weltweit sieben Millionen Mal. Ihr Einsatz stößt jedoch auf erhebliche Datenschutzbedenken.

Die Pariser Staatsanwaltschaft sprach von einem »zunehmenden Trend« in den Onlinenetzwerken, »bei dem Frauen auf der Straße mit Smart Glasses ohne ihre Zustimmung gefilmt und die Aufnahmen anschließend online veröffentlicht werden«. Nach französischem Recht sei das eine Straftat, die mit bis zu zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 45.000 Euro bestraft werden könne. In einigen Fällen seien auch Ermittlungen wegen sexueller Nötigung eingeleitet worden, wenn die Aufnahmen »mit nicht einvernehmlichen sexuellen Kontakten einhergehen«.

Das Problem haben auch die Behörden in Deutschland erkannt. Zuletzt erklärte die Stadt Hamburg , dass Brillen mit integrierten Kameras deswegen aus Teilen des öffentlichen Lebens verbannt werden sollen (mehr hier ).

3 Min Zur Merkliste hinzufügen Umstrittenes Gadget: Hamburg plant Verbot von Smart Glasses in Bädern und Bahnen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Even Realities G2 im Test: Diese smarte Brille hat keine Kamera – aber andere Probleme Von Matthias Kremp 6 Min Zur Merkliste hinzufügen 6 Min Zur Merkliste hinzufügen So sollen laut einem Antrag der Linken für die Bürgerschaftssitzung Anfang September derartige Brillen sowie vergleichbare tragbare Geräte mit integrierten Bild-, Video- oder Tonaufnahmefunktionen in allen städtischen Bädern verboten werden. Das betreffe Bade- und Ruhebereiche, Liegewiesen, Umkleiden, Duschen, Sanitäranlagen und Saunen.

In einem Zusatzantrag wollen SPD und Grüne dies neben dem Verbot auch im öffentlichen Nahverkehr untersagen.

Lesen Sie auch: Ungefragt wird die 28-jährige Hamburgerin Zeina Abou Taha mit Smart Glasses von einem Mann gefilmt. Das Video geht viral, in Kommentaren wird sie beleidigt. Kein Einzelfall, sondern Teil eines misogynen Social-Media-Trends. Mehr dazu hier .

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.spiegel.de — der Inhalt gehört Der Spiegel.

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