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Kultur

Abgeordnetenhauswahl: Mehr als 400.000 Muslime – Parteien sollen um Stimmen werben

Stern ·
Abgeordnetenhauswahl: Mehr als 400.000 Muslime – Parteien sollen um Stimmen werben

Imam Khalid ruft Parteien auf, Muslime als Verbündete zu sehen und ihre Anliegen ernst zu nehmen.

Zugleich wirbt er in seiner Gemeinde dafür, sich an der Abgeordnetenhauswahl zu beteiligen.

Die Berliner Muslime sollten aus Sicht eines führenden Vertreters bei der Abgeordnetenhauswahl als Wähler zur Stärkung der Demokratie und nicht als Feindbild betrachtet werden.

Diesen Appell richtete Imam Scharjil Khalid von der Khadija Moschee in Berlin-Pankow an alle Parteien außer der AfD.

Bei deutlich mehr als 400.000 Muslimen in Berlin sollten die Parteien die Anliegen der Menschen ernst nehmen und um ihre Stimmen kämpfen, auch als Unterstützung Rechtsextremismus.

Khalid betonte: „Die Politik muss Muslime als Verbündete betrachten, nicht als Gegner.“ Der Kampf gegen den Islamismus lasse sich erfolgreich nur zusammen mit Moscheegemeinden und Verbänden führen, nicht gegen sie.

Wahllokal auf Moschee-Gelände In einem Konferenzraum auf dem Gelände der Khadija Moschee wird am 20.

September zum zweiten Mal ein Wahllokal eingerichtet, beim ersten Mal war das bei der letzten Europawahl der Fall.

Die Moschee gehört zur islamischen Reformbewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ), die für einen friedlichen Islam und interreligiösen Dialog eintritt.

Imam Khalid betonte, die muslimischen Wahlberechtigten in Berlin seien oft jung und nicht auf Parteien festgelegt.

Er wies auf eine aktuelle Umfrage hin, nach der bei den muslimischen Wahlberechtigten auf den ersten Plätzen mit jeweils mehr als 20 Prozent SPD, Linke und CDU lägen.

Erst dann folgten AfD und Grüne mit etwas mehr bzw. etwas weniger als zehn Prozent.

Große Sorge wegen AfD -Erfolgs in Sachsen-Anhalt Die muslimfeindliche Einstellung der AfD sei ein großes Thema in den Gemeinden, sagte Khalid.

Die Entwicklung und die Umfragen in Sachsen-Anhalt nannte er „extrem besorgniserregend“.

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